Kömür klopft an: „Hoffentlich lässt er mich öfter starten“

Mert Kömür stand gegen Frankfurt zum zweiten Mal in der Startelf. Darf er sich nun beim FC Augsburg durchsetzen?

Banks hätte für zwölf Millionen Euro nach Rom wechseln können

Mit den Tageszeiten hat es Mert Kömür noch nicht so. „Guten Morgen“, sagte der junge Augsburger, als er am Sonntagabend die Katakomben betrat, bewaffnet mit einem lila Proteinshake. Er muss schließlich noch stärker werden und dann noch mehr spielen, damit das endlich mal Früchte trägt mit dem Vorhaben des FCA, die eigenen Talente auch in die Bundesliga zu bringen.

Kömür ist das beste Pferd im hauseigenen Stall der Augsburger, die sich in den letzten Jahren nicht unbedingt als Ausbildungsverein hervorgetan haben. Sportdirektor Marinko Jurendic verwies nach dem 0:0 gegen Frankfurt zwar auf den immerhin schon 16. Einsatz von Kömür in dieser Saison, zur Wahrheit gehört allerdings: Nur zwei davon fanden von Beginn an statt – und keiner über 90 Minuten.

Zwölf Millionen Euro: Banks sagte im Winter der Roma ab

Es ist also noch reichlich Luft nach oben in der Förderung der eigenen Talente, was auch das Beispiel Noahkai Banks untermauert. Der hochveranlagte Innenverteidiger hätte im Winter für zwölf Millionen Euro zur Roma wechseln können, wurde jedoch von einem Verbleib in Augsburg überzeugt – und schmort seitdem fast nur noch auf der Bank.

Kömür durfte nun immerhin mal wieder in der Startelf ran und wusste gleich zu gefallen, was angesichts der Konkurrenz auch keine Herkulesaufgabe war. So hoch geschätzt Fredrik Jensen als Mensch beim FCA auch ist, der Spieler Jensen lieferte schon lange keinen Beweis mehr, warum Trainer Jess Thorup ihm zuletzt achtmal in Folge von Beginn an aufstellte.

„Ich gebe für jedes Spiel Gas, und ich will mich mit jedem Spiel bewerben, egal ob es zehn Minuten sind oder die Startelf ist.“ (Kömür)

Jetzt, wo sich der Finne in Gesprächen mit St. Louis City aus der MLS befindet, wagte Thorup mal etwas und ließ Kömür neben Alexis Claude-Maurice hinter der alleinigen Spitze Samuel Essende wirbeln. „Hat Spaß gemacht“, sagte der 19-Jährige später grinsend, während der Proteinshake langsam am Becherrand festklebte. „War sehr schön, dass ich das Vertrauen vom Trainer und vom Verein bekommen habe.“

Was er lieber nicht sagte: Es war überfällig. Nachdem Kömür in Bochum eigentlich gar nicht eingewechselt werden sollte, dann aufgrund der Roten Karte für Arne Maier aber doch noch neun Minuten spielen durfte und sogleich das 2:1-Siegtor erzielte, blieb Thorup kaum noch eine Wahl. Weil Kömür der nicht immer sonderlich kreativen Augsburger Offensive (14 Tore in 13 Rückrundenspielen) noch etwas mehr Unberechenbarkeit und Fantasie verleiht.

Zesigers Lob an Kömür: „Er ist auf dem richtigen Weg“

„Ich gebe für jedes Spiel Gas, und ich will mich mit jedem Spiel bewerben, egal ob es zehn Minuten sind oder die Startelf ist“, sagt der Zehner diplomatisch. „Ich kann nur auf meine eigene Leistung schauen und gebe Gas, sodass der Trainer mich hier hoffentlich öfter starten lässt.“

Perfekt war der Auftritt des U-20-Nationalspielers bei Weitem noch nicht, trotzdem weckte er die Lust auf mehr. „Ich finde, er hat heute ein gutes Spiel gemacht“, lobte Teamkollege Cedric Zesiger. „Er ist ein junger Kerl, er muss noch viel lernen, aber er ist auf dem richtigen Weg. Er hat sehr gute Qualitäten, und das zeigt er auch im Training und im Spiel.“ Wenn er dann darf.

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