„Perfekte Form“: Setzt Riera auf geballte Sturm-Power?

Eintracht Frankfurt steht vor dem Heimspiel gegen den SC Freiburg unter immensem Erfolgsdruck. Personell entspannt sich die Lage nach und nach, Jonathan Burkardt und Arnaud Kalimuendo könnten erstmals von Beginn an stürmen.

Eintracht-Coach fordert Flexibilität

In der Hinrunde schnürte Jonathan Burkardt im Auswärtsspiel beim SC Freiburg (2:2) einen Doppelpack. Zum Sieg reichte es nicht, weil Keeper Kaua Santos kurz vor Schluss bei einem Freistoß von Vincenzo Grifo patzte. Insgesamt erzielte Burkardt in der Bundesliga gegen den Sport-Club schon vier Tore, erfolgreicher war er lediglich gegen den VfL Bochum (fünf Treffer). Allerdings gewann der Ex-Mainzer nur eines von neun Duellen gegen Freiburg (sechs Remis, zwei Niederlagen).

„Er ist in einer perfekten, fantastischen Form.“ (Albert Riera über Jonathan Burkardt)

Fast ein Vierteljahr war Burkardt wegen einer Ende November erlittenen Wadenverletzung ausgefallen, am vergangenen Wochenende traf er bei seinem Comeback als Joker in München (2:3). Nun fühlt er sich fit genug für die Startelf, der Bild sagte er: „Ich wäre bereit! Ich wurde wirklich sehr gut aufgebaut und sehr sorgfältig auf meine Rückkehr vorbereitet. In den 30 Minuten in München habe ich mich richtig gut gefühlt. Ob es aber dazu kommt, ist natürlich nicht meine Entscheidung.“

Albert Riera bestätigt Burkardt in seinem Gefühl. „Er hat sehr gut gearbeitet und ist in einer perfekten, fantastischen Form“, sagt der Coach, lässt einen Startelf-Einsatz aber offen: „Wir werden am Samstag entscheiden, wer spielt.“ Es ist gut möglich, dass er Arnaud Kalimuendo und Burkardt erstmals gemeinsam von der Leine lässt. Es sei denn, er will sich einen der beiden als Joker aufheben, um von der Bank hochklassig nachlegen zu können.

Die große Frage ist, in welcher Grundordnung er Burkardt und Kalimuendo einbauen könnte. Im 4-4-2 als Doppelspitze? Im 4-2-3-1 oder 4-1-4-1 mit Kalimuendo auf dem Flügel? Oder im 4-3-3 mit Kalimuendo und Jean-Matteo Bahoya als Flügelstürmer? Letztere Variante hätte Charme. Zumal der Trainer Kalimuendo in der Rolle des Flügelstürmers gut aufgehoben sieht: „Unsere Flügel bleiben nicht an der Linie, sie sind zweite Stürmer.“

Eine 4-3-3-Formation würde allerdings die Frage aufwerfen, wo Ritsu Doan gegen seinen Ex-Klub spielen soll. Zuletzt setzte Riera den japanischen Flügelspieler bereits im Mittelfeld ein. So gesehen könnten Doan und Mario Götze in einem 4-3-3 die Achterpositionen bekleiden. Das wäre allerdings eine sehr offensive und mutige Ausrichtung. „Ich möchte taktisch flexibel bleiben, wir müssen bereit für verschiedene Pläne sein“, sagt Riera. Der Spanier will, dass seine Profis auf verschiedenen Positionen spielen können.

Weniger Quantität, mehr Qualität

Exemplarisch steht die Rollenveränderung von Linksverteidiger Nathaniel Brown, den es in Ballbesitz verstärkt ins Mittelfeldzentrum zieht. Sechser Ellyes Skhiri half in München in der Innenverteidigung aus, Doan agierte zuletzt im Mittelfeld. Der Coach ist überzeugt, dass es die Spieler besser macht, wenn sie auf verschiedenen Positionen eingesetzt werden. Dabei geht es auch um Pragmatismus: „Wenn du mehr Spieler hast, die in verschiedenen Rollen spielen können, brauchst du weniger Quantität. Du brauchst mehr Qualitätsspieler.“ Ist das bereits ein Fingerzeig für eine Verschlankung des Kaders im Sommer?

  • Erst die Spieler, dann die Position: Wie Riera mit den Stürmern plant

Sportlich birgt die Partie gegen Freiburg einige Brisanz. Aktuell liegen die Hessen zwei Punkte hinter dem SC auf Rang 8. Um die bislang verkorkste Saison zumindest noch in der Bundesliga zu retten, sind Siege in den kommenden Wochen Pflicht. Es ist Zeit für ein Frühlingserwachen. Der Spielplan der kommenden sechs Wochen meint es gut mit der Eintracht: Nach Freiburg trifft die SGE auf St. Pauli (A), Heidenheim (H), Mainz (A), Köln (H) und Wolfsburg (A). Viele Ausrutscher darf sich die Mannschaft in diesen Partien nicht erlauben.

Conference League wäre nur ein Trostpflaster

Neben dem sportlichen Anreiz besteht auch wirtschaftlicher Druck, erneut in den internationalen Wettbewerb einzuziehen. Durch die Konstellation im DFB-Pokal reicht Platz 7 wahrscheinlich für die Conference League. Der Siebte könnte sogar in die Europa League einziehen, falls die Bundesliga für die Saison 2026/27 einen fünften Champions-League-Platz erhält. Vor diesem Hintergrund tut das Ausscheiden von Borussia Dortmund auch aus Eintracht-Sicht weh.

Nicht ganz aus den Augen verlieren sollte Frankfurt den sechsten Platz, der sehr wahrscheinlich für die Europa League reicht. Mit einer Siegesserie in den kommenden Wochen könnte der Rückstand verkürzt und der Druck auf die Konkurrenz erhöht werden. Da das Europa-League-Endspiel 2027 im Frankfurter Waldstadion stattfindet, wäre ein Verpassen dieses Wettbewerbs doppelt bitter. Die Conference League wäre nur ein kleines Trostpflaster.

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