Veratschnig überrascht mit Tempo und Körperlichkeit

Mit 6413 Sprints gehört Mainz 05 zu den Top 5 der Liga. Was den Topspeed betrifft, sind die FSV-Spieler eher unterdurchschnittlich. Neuer Spitzenreiter im FSV-Team ist seit dem vergangenen Wochenende Nikolas Veratschnig, dem auch insgesamt Fortschritte bescheinigt werden.

Neuer Topspeed im FSV-Team

Beim 1:3 in Dortmund spielte Nikolas Veratschnig die letzten 25 Minuten. Das ist seine längste Einsatzzeit in der Bundesliga. Mit 34,89 Stundenkilometern sorgte er für einen neuen Topspeed des Teams in der Saison 2024/25. Bisheriger Spitzenreiter war Danny da Costa mit 34,78 km/h. Im Ranking aller 471 gemessenen Bundesliga-Spieler liegt Veratschnig damit auf Platz 42.

„Er hat eine sehr gute Leistung gezeigt“, lobte Sportdirektor Niko Bungert den 22 Jahre alten Österreicher. „Man hat gesehen, dass er beim Tempo und der Körperlichkeit zugelegt hat.“ Veratschnig kam im vergangenen Sommer vom österreichischen Erstligisten Wolfsberger AC nach Mainz und hatte zunächst einen schweren Stand. In der Hinrunde stand er in der Bundesliga lediglich 35 Minuten auf dem Platz, in der Rückrunde sind es mittlerweile 56 Minuten.

„Das wollen wir in den nächsten Spielen ausbauen“, kündigt Trainer Bo Henriksen an, „Niki hat sich von Woche zu Woche gesteigert“. Mit seinem Tempo könne er „einem Gegner wehtun“. In Dortmund, wo er Silvan Widmer ersetzte, sorgte er als linker Schienenspieler für deutlich mehr Betrieb als sein Vorgänger. Widmer kam mit der völlig neuen Rolle auf links nicht zurecht. Wahrscheinlich wäre es besser gewesen, wenn er mit Anthony Caci die Seiten getauscht hätte. Andererseits wäre dann das zuletzt erfolgreiche Duo Caci – Paul Nebel auseinandergerissen worden.

Voll des Lobes für Veratschnig war Henriksen schon nach dem 0:0 am 21. Spieltag gegen den FC Augsburg. Doch danach saß der Linksverteidiger fünfmal nacheinander 90 Minuten auf der Bank. Was ihn möglicherweise auch den Platz in Österreichs U 21 kostete. In Dortmund profitierte Veratschnig von der Gelbsperre seines Landsmanns Phillipp Mwene. Am Samstag gegen Holstein Kiel (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) ist Mwene wieder spielberechtigt.

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