Ritsu Doan überragte beim Frankfurter Sieg in Sinsheim: Er war an allen Toren direkt beteiligt. Dementsprechend schwärmten die Mitspieler und sein Trainer von dem Neuzugang.
Erstmals drei Scorerpunkte
Eingewöhnungszeit – das Nomen scheint im Wortschatz von Ritsu Doan gar nicht zu existieren. „Es kommt einem vor, als wäre er schon länger da“, erklärte Robin Koch. Obwohl er erst Anfang August zu Eintracht Frankfurt stieß, steht er nach drei Pflichtspielen im SGE-Dress bei fünf Scorerpunkten. Drei davon sammelte Doan am Samstag im Gastspiel bei der TSG Hoffenheim.
Zunächst leitete er den 3:1-Sieg mit einem sehenswerten Schlenzer ein. Er zog von der rechten Seite in die Mitte und traf in die linke obere Ecke. Vergleiche mit Arjen Robben kamen daher auf. „Er ist eine Legende. Ich bin noch nicht auf seinem Level, ich muss mich noch in vielen Belangen verbessern“, so Doan, der im Sky-Interview fortführte: „Er ist mein Idol, weil ich auch für Groningen gespielt habe. Ich werde hart daran arbeiten, sein Level zu erreichen.“
Nur zehn Minuten nach dem Traumtor erzielte Doan sofort sein zweites Bundesliga-Tor für die Hessen: Er stand nach einem mustergültigen Konter goldrichtig. „Viele Spieler helfen mir dabei, Tore zu schießen“, erklärte Doan dementsprechend.
Doan hebt Kristensen hervor
Diese seien auch der Grund für seinen perfekten Einstand bei der Eintracht. Vor allem Rasmus Kristensen hob der Japaner hervor. Aufgrund der Stärke des Dänen, der direkt hinter ihm aufräumt, könne er sich „mehr auf die Offensive konzentrieren“. Das spiegelt sich eben in den Statistiken wider. Während er in 97 Bundesliga-Partien für Freiburg lediglich einen Doppelpack schnürte, knackte er diese Marke bei seinem neuen Verein schon nach zwei Spielen.
Da er nach seinen Toren auch noch den dritten Treffer von Can Uzun vorbereitete, war er sogar erstmals in einem Bundesliga-Spiel an drei Toren direkt beteiligt. Der Torschütze schwärmte anschließend von seinem neuen Mitspieler und brauchte dafür nur ein Wort: „Weltklasse“ nannte er die Leistung. Sein Kapitän beschrieb ihn derweil als einen „Spieler, der alles mitbringt“.
„Er ist auch außerhalb des Felds ein super Typ.“ (Dino Toppmöller)
Doch nicht nur auf dem Feld scheint der Außenspieler keine Anlaufzeit in der Mainmetropole zu benötigen, sondern auch daneben. „Er kennt unsere Jungs. Wir machen es ihm relativ leicht, in die Gruppe reinzukommen. Er ist auch außerhalb des Felds ein super Typ“, verriet Dino Toppmöller.
Zu zwei weiteren Offensivspielern, die fehlten, äußerte sich der Trainer auch noch. Während Jonathan Burkardt (Rückenbeschwerden) nach der Länderspielpause im Heimspiel gegen Leverkusen wohl wieder zur Verfügung stehen wird, steht hinter Mario Götze noch ein Fragezeichen. „Bei Mario ist es so, dass er muskuläre Probleme im Oberschenkel hat. Für ihn könnte es mit dem Leverkusen-Spiel eng werden“, so Toppmöller.