Nach der Trennung von Lukas Kwasniok soll dessen vormaliger Co-Trainer René Wagner den 1. FC Köln zum Klassenerhalt führen. Dafür will der 37-Jährige gar nicht viel verändern – und auf Said El Mala bauen.
Die Ansätze von Kölns neuem Coach
Die ersten Wochen in der neuen Rolle, berichtete René Wagner, „waren besonders“. Vom Co-Trainer ist der gebürtige Sachse beim 1. FC Köln zum Cheftrainer aufgestiegen, nach der Trennung von Lukas Kwasniok soll dessen vormaliger Assistent im Abstiegskampf die Kohlen aus dem Feuer holen. Eine Aufgabe, der im Rheinland naturgemäß eine besondere Bedeutung zukommt.
„Ich habe versucht, bei mir zu bleiben und Ruhe auszustrahlen, dass es Hand und Fuß hat, was wir machen“, berichtete Wagner auf seiner ersten offiziellen Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt am Ostersonntag (Anpfiff 17.30 Uhr, LIVE! bei kicker). Dass er sich nun den Medien stellen muss, gehört zu den neuen, ungewohnten Aufgaben für den Jung-Trainer.
Entscheidungen zu treffen, „die nicht für jeden cool sind“, ist eine weitere. Wagner steht jetzt in der Verantwortung, alles umwerfen wird er nicht. „Die Performance am Wochenende war meist echt gut“, sagt Wagner, der eher an Kleinigkeiten schrauben will: Die Analyse und die Ansprache ans Team gehören etwa dazu. Aber: „Wir müssen den Charakter der Mannschaft nicht verändern.“ Einen Masterplan verfolgt Wagner dabei nicht, den hätte er ja sonst bereits unter Kwasniok umsetzen können. Vielmehr geht es darum, alles etwas anders zu machen und irgendwie doch so wie vorher.
El Mala ist unter Wagner gesetzt
„Es gilt das Leistungsprinzip“, bekräftigt der neue Entscheider im Trainerbüro, der sich das angesichts des nahezu komplett zur Verfügung stehenden Kaders auch erlauben kann. Alessio Castro-Montes kann wieder auf den Außenbahnen ran, Tom Krauß nach seiner Knieverletzung im Mittelfeld. Für Verteidiger Joel Schmied kommt der Spieltagskader nach seiner muskulären Verletzung dagegen noch zu früh.
Gesetzt sein wird dagegen Said El Mala: Der 19-Jährige war zuletzt bei der U 21 des DFB als Torschütze erfolgreich, trauert aber um seine verstorbene Großmutter. „Die U 21 hat ihn top aufgefangen“, berichtet Wagner. „Ich glaube, er wünscht sich einfach ein gutes Spiel zu machen.“ Das dürfte hilfreich sein, wenn in Frankfurt nach sieben sieglosen Spielen endlich wieder gewonnen werden soll. El Mala soll darüber hinaus ein entscheidender Faktor im Saisonendspurt werden: „Ich glaube, dass wir uns aktuell keinen Gefallen tun, Said nicht in der Startelf zu haben.“

