Leihgabe Jakub Kaminski ist einer der absoluten Leistungsträger des 1. FC Köln. Der polnische Nationalspieler soll nun per Kaufoption gehalten werden – und womöglich eines Tages viel Geld in die Kassen spülen.
Pole war aus Wolfsburg geliehen
Die Lage beim Tabellenvorletzten VfL Wolfsburg ist eigentlich schon schlimm genug, doch über den Verlust von Jakub Kaminski werden sich die Niedersachsen noch einmal besonders ärgern. Zehn Millionen Euro überwies der VW-Klub im Sommer 2022 für die Dienste des polnischen Talents an Lech Posen, doch nach drei wechselhaften Jahren hatte der VfL im vergangenen Sommer keine Verwendung mehr für den Angreifer. Eine Einschätzung, von der nun andere profitieren.
Kaminski war schnell nicht wegzudenken
Denn der 1. FC Köln verpflichtete den 23-Jährigen leihweise inklusive Kaufoption – ein absoluter Volltreffer. Während Wolfsburg der 2. Liga entgegen taumelt und gerade auf den Flügelpositionen unterbesetzt ist, steht Kaminski bereits bei sieben Toren und fünf Vorlagen für die Geißböcke. Der polnische Nationalspieler ist in absoluten Zahlen der viertlaufstärkste Profi der Bundesliga, beim FC polyvalent vorne links, rechts oder als hängende Spitze einsetzbar. Er half aber auch schon als Außenverteidiger oder sogar auf der Doppelsechs aus. Kurzum: Kaminski ist aus Köln schon nach ein paar Monaten nicht wegzudenken.
Trainer René Wagner nannte ihn nach dem 1:1 gegen St. Pauli einen „unfassbar wichtigen Spieler“, Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler legte sich nach dem Spiel fest: „Wir werden die Kaufoption für Kuba ziehen.“ 5,5 Millionen Euro überweist der Aufsteiger dafür an die Wölfe und plant weiterhin fest mit Kaminski. Eine Konstellation, an der auch der mögliche Abstieg des VfL nichts ändern wird.
Kaminski ist längst in den Fokus gerückt
Für Köln ist die Verpflichtung ein Schnäppchen, mit Kaminski wird ein absoluter Leistungsträger an den FC gebunden. Allerdings: Ganz ohne Hintertürchen ist der Deal nicht, denn im vergangenen Sommer ließ sich Kaminski eine Ausstiegsklausel in seinen Anschlussvertrag beim Aufsteiger einräumen. Ist ein anderer Klub bereit, die nach kicker-Informationen bei knapp mehr als 20 Millionen Euro teure Klausel zu ziehen, dürfte Kaminski weiterziehen.
Angesichts der deutlich niedrigeren Kaufoption immer noch ein gutes Geschäft für den FC, sollte es dazu kommen. Und eines, über das sich die Wolfsburger dann erneut ärgern dürften. Denn Kaminski ist dank seiner Leistungen längst in den Fokus diverser Klubs gerückt. Zuletzt allerdings betonte der 23-Jährige, wie wohl er sich in Köln fühle. „Die Saison läuft super für mich“, sagte Kaminski Anfang März. Dass es dabei bleibt, ist die große Hoffnung.

