Gladbach macht Last-Minute-Coup mit Kühn offiziell

Borussia Mönchengladbach hat eine prominente Deadline-Day-Verstärkung verkündet: Nicolas Kühn kehrt nach Deutschland zurück – und steht vor seinem Bundesliga-Debüt.

Deutschland-Rückkehr fix

Sie haben es schon wieder getan: Am letzten Tag des Sommer-Transferfensters 2025 hatte Borussia Mönchengladbach Yannik Engelhardt von Como 1907 ausgeliehen. Ein Jahr später ist Nicolas Kühn denselben Weg gegangen. Der kicker hatte über den Transfer bereits berichtet, nun ist er offiziell.

Der einstige Profi des FC Bayern und von RB Leipzig kommt für ein Jahr auf Leihbasis vom aufstrebenden Serie-A-Klub zu den Fohlen, die zwar keine Kaufoption aushandelten, aber auch keine Leihgebühr entrichten müssen.

„Wir haben immer gesagt, dass wir zuschlagen wollen, wenn sich noch einmal ein spannendes Fenster öffnet mit einem Spieler, der uns direkt verstärkt, dessen Profil wir nicht so im Kader haben und der wirtschaftlich realisierbar ist“, so Sportchef Rouven Schröder. „Nicolas ist Linksfuß, offensiv flexibel einsetzbar, schnell, kann Situationen im Eins-gegen-Eins lösen und ist zudem auch torgefährlich. Das alles hat er nicht zuletzt auch auf internationaler Bühne unter Beweis gestellt. Deswegen freuen wir uns sehr, dass sich gegen Ende der Transferperiode diese Möglichkeit ergeben hat, ihn auszuleihen.“

Kühn selbst „hatte sehr gute Gespräche mit den Verantwortlichen, sodass mir ziemlich schnell klar war, dass ich diesen Schritt machen möchte. Borussia ist ein ambitionierter und cooler Verein. Entsprechend freue ich mich sehr auf die Fans und das Stadion. Generell war es immer mein Ziel, in der Bundesliga zu spielen, und ich bin sehr froh, dass es nun Realität wird.“

Vor einem Jahr zahlte Como 19 Millionen Euro

In Como hatte der 26-jährige Offensivmann zuletzt einen schweren Stand. Nach einer herausragenden Saison 2024/25 bei Celtic war er für 19 Millionen Euro in die Serie A gewechselt, danach aber unter Como-Trainer Cesc Fabregas kaum über die Jokerrolle hinausgekommen.

Von seinen 23 Ligaeinsätzen erlebte er 17 als Einwechselspieler und konnte auch bei den Scorerwerten (ein Tor, ein Assist) nicht an seine Top-Form in Schottland anknüpfen, die in den Dunstkreis der deutschen Nationalmannschaft geführt hatte. Beim Saisonstart 2026/27 fehlte er jeweils im Kader.

In Deutschland spielte er bislang „nur“ in der 3. Liga (für den FC Bayern II) und der 2. Bundesliga (für Erzgebirge Aue), ehe er 2022 zu Rapid Wien und im Januar 2024 schließlich nach Glasgow wechselte. Dort gelang ihm der erhoffte internationale Durchbruch. Unter anderem erzielte er drei Treffer in der Champions League, zwei davon gegen Jugendklub Leipzig.

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