Bekannte Werder-Probleme: Die „großen Hunde“ beißen nicht

Dem Auf mit zwei Siegen in Serie folgte wieder ein Ab mit dem 0:2 gegen Mainz: Der SV Werder Bremen hat mit den Schwierigkeiten der Vergangenheit zu kämpfen – und ringt weiter um Stabilität.

Ohne Stage nach Wolfsburg

Zwischenmenschlich ging es äußerst harmonisch zu am Sonntagabend auf dem Pressepodium im Bremer Weserstadion: Dort sprach Mainz-Coach Urs Fischer seinem Werder-Kollegen Daniel Thioune die besten Wünsche und „viel Glück“ aus, dass dessen Team „am Schluss nichts mit den hinteren Plätzen zu tun“ haben solle – ohne natürlich ebenfalls anzumerken, dass „das ja auch für uns gilt“.

Mit dem 2:0-Auswärtssieg am Osterdeich überholte der FSV die Bremer in der Tabelle vorerst wieder – nachdem diese sich mit zwei Siegen zuletzt zumindest etwas von den letzten Plätzen hatten absetzen können. Doch viel mehr war an diesem 26. Spieltag dann eben auch nicht mehr übrig gewesen von jenem jüngsten Aufwärtstrend.

Cheftrainer Thioune wahrte zunächst zwar die Harmonie, als er sich für die „netten Worte“ bedanke und ebenfalls den Wunsch äußerte, dass „wir uns in der neuen Saison in Liga 1 duellieren“ – doch anschließend wählte er dann durchaus verstimmte Töne, was den Auftritt seiner Mannschaft betraf.

Thioune ist „enttäuscht von der Vorstellung“

Denn für den Klassenerhalt in der Bundesliga, das betonte der 51-Jährige eindringlich, „müssen wir ein bisschen mehr tun, als wir es diesmal getan haben“. Thioune zeigte sich gar „ein wenig enttäuscht von der Vorstellung“ – insbesondere im Vergleich zu den kleinen Entwicklungsschritten, die er dem Klub durch die beiden Siege zugeschrieben hatte.

Stattdessen fehlte in diesem Duell mit einem direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt und vor eigenem Publikum nicht nur „Intensität, Energie und Schärfe“, sondern es taten sich vor allem bekannte Werder-Probleme hervor.

Die Gastgeber waren zwar optisch überlegen, allerdings wie Thioune deutlich anmahnte, ausschließlich zwischen den Strafräumen: „Wir haben den Gegner kontrolliert, ohne ihm wegzutun. Das waren keine wirklich gefährlichen Aktionen“, bemängelte der Coach, der sich dabei an seine ersten Wochen nach Amtsantritt erinnert fühlte.

Werder und das „kopflose Anrennen“

„Das war in der Vergangenheit schon mal so“, so Thioune weiter: „Gefällig“ im Zentrum, aber eben „nicht gut genug in den finalen Zonen – das müssen wir wieder verändern und wieder hinkommen“. Nur wie? Es stellt sich ja nicht nur diese Frage.

Hängt auf der zentralen Stürmerposition wirklich so vieles an dem aktuell ausfallenden Jovan Milosevic? Vertreter Keke Topp war jedenfalls einmal mehr in seiner Rolle überfordert. Und wie ausschlaggebend beim überzeugenden 4:1-Sieg in Berlin war letztlich vor allem das 70-minütige Überzahlspiel?

Die Lösungen, die Werder zumindest gegen zehn Union-Profis fand, waren gegen Mainz abgesehen von wenigen Ausnahmen kaum noch ersichtlich; auch Coach Thioune hatte früh ein „kopfloses Anrennen“ ausgemacht.

Der dezimierte Bremer Kader

In Berlin hatte der Trainer auch mit seinem aktiven Einwirken in der Halbzeit den Auswärtssieg manifestiert, diesmal konnte er keinen entscheidenden Impuls mehr setzen. „Es ist uns einfach nicht gelungen, den freien Zehnerraum mal anzuspielen“, erklärte Thioune die gescheiterte Vorgabe.

Zugleich kam er auf die personelle Konstellation im Bremer Kader zu sprechen, der gegen Mainz durch das Fehlen von Senne Lynen (muskuläre Probleme im Adduktorenbereich) und Niklas Stark (muskuläre Probleme) weiter dezimiert wurde. „Es war vielleicht auch ein Stück weit die fehlende Qualität, die mit den Ausfällen zusammenhängt.“

Der 51-Jährige machte den jüngeren Profis um die beiden Bundesliga-Debütanten Mick Schmetgens und Salim Musah explizit keinen Vorwurf, sondern hätte sich eher gewünscht, dass „die großen Hunde vielleicht vorwegmarschieren und das Ganze an sich reißen“. Doch die waren diesmal wieder viel zu zahm, bissen einfach nicht zu.

Jetzt fehlt auch noch Stage

Ein Jens Stage entpuppte sich an diesem Sonntag ebenso als Totalausfall wie eigentlich alle anderen Bremer Offensivkräfte. Dass nun auch noch der beste Werder-Torschütze dieser Saison (sieben Treffer) am Samstag gegen Wolfsburg gelbgesperrt fehlen wird, ist angesichts der anhaltenden Probleme trotzdem keine sonderlich gute Nachricht.

„Wir hatten die Hoffnung, dass nicht so viele Ausfälle zu beklagen sind“, sagte Sportchef Clemens Fritz: „Aber wenn du immer wieder wechseln musst, merkt man, dass uns die Sicherheit im Spiel fehlt.“ Werder ringt weiterhin um Stabilität.

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