Im Sommer verkaufte Bayer 04 sein Toptalent Kerim Alajbegovic an RB Salzburg, allerdings nicht, ohne sich eine Rückkauf-Option zu sichern. Diese aktiviert Leverkusen jetzt – aus verschiedenen Gründen.
Klub zieht Rückkaufoption für Salzburg-Toptalent
Er gehört zum Future Team von Bayer 04. Der Mannschaft aus talentierten Jung-Profis, die derzeit bei anderen Klubs mit viel Einsatzzeit, die sie in Leverkusen noch nicht bekommen würden, weitergebildet werden, damit sie in mehr oder weniger naher Zukunft fester Bestandteil des Bundesligakaders des deutschen Vizemeister werden können. Und Kerim Alajbegovic ist einer der Spieler, die zur kommenden Saison unter das Bayer-Kreuz zurückkehren werden.
Alajbegovics Rückkehr nach Leverkusen steht fest
Aktuell ist der inzwischen 18-jährige bosnische Nationalspieler ein Profi von RB Salzburg, wohin Bayer den damals 17-Jährigen im Sommer 2025 für zwei Millionen Euro verkaufte, sich allerdings eine Rückkaufklausel sicherte, mit deren Hilfe der Werksklub den auf der linken Offensivseite beheimateten Rechtsfüßer für eine Fixsumme von acht Millionen Euro zurückholen kann.
Dass Alajbegovic im Sommer nach Leverkusen zurückkehrt, ist beschlossene Sache. Gab es doch nach der extrem zügigen sportlichen Entwicklung des Toptalents für Bayer 04 gar keine andere Möglichkeit, als die vereinbarte Vertragsoption zu aktivieren. Schließlich ist diese innerhalb des Sommer-Transferfensters zeitlich befristet. Nach Ablauf dieser Frist kann der deutsche Bundesligist nicht mehr zu diesem Preis auf den Spieler zurückgreifen.
Alajbegovic ist jetzt schon deutlich mehr wert, als Bayer zahlt
Vielmehr hätte dann RB Salzburg die Möglichkeit gehabt, den Spieler für eine frei verhandelbare Ablösesumme an einen anderen Klub zu verkaufen. Und da im kommenden Sommer aufgrund der großen Schritte, die Alajbegovic in Salzburg gemacht hat, sicherlich Angebote für das Toptalent herein geflattert wären, um diesen für eine deutlich höhere Ablöse als die für Bayer 04 festgeschriebenen acht Millionen Euro zu verpflichten, musste der Werksklub schon rein aus wirtschaftlichen Gründen die Option ziehen.
Schließlich überzeugte Alajbegovic nicht nur in der österreichischen Meisterschaft, in der er für Salzburg in 20 Einsätzen sieben Treffer und zwei Assists erzielte, sondern sorgte auch in der Europa League für Aufsehen, als er beim 3:1-Sieg gegen den FC Basel als Doppel-Torschütze (kicker-Note 1,0) und bei der 2:3-Niederlage bei Aston Villa als Vorlagengeber Akzente setzte. Zudem ist er fester Bestandteil der A-Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina, für die er in bislang sechs Einsätzen einen Treffer erzielte. Zahlungskräftige Interessenten soll es für den Teenager dementsprechend zahlreich geben.
Den nächsten Karriereschritt wird Alajbegovic bei Bayer starten
Doch seinen nächsten Karriereschritt soll Alajbegovic, dem man bei Bayer grundsätzlich auch einen hohen sportlichen Wert beimisst, im Sommer in Leverkusen starten. Wobei aufgrund der zahlenmäßig extrem großen Konkurrenz auf der linken Offensivseite abzuwarten bleibt, welche Perspektive auf regelmäßige Einsätze der schussgewaltige Bosnier dann schon haben wird.
Reicht es dafür noch nicht, wäre die nächste Weiterbildung bei einem anderen Klub angesagt, der sich dann auf höherem Niveau als RB Salzburg bewegen müsste. Es sei denn, im Sommer tritt bereits ein europäischer Topklub auf den Plan, um sich frühzeitig das Toptalent zu sichern – zu einem Vielfachen der acht Millionen Euro, die Bayer jetzt an RB überweisen wird.

