Kessler vermeidet ein Bekenntnis: „Der eine Punkt ist leider zu wenig“

Nach einem ereignisreichen Derby inklusive Blitzstart beider Teams trennten sich Köln und Gladbach im 100. rheinischen Derby remis. So richtig zufrieden stimmte das 3:3 einen der Hauptverantwortlichen nicht.

Keine Rückendeckung für Kwasniok

„Es war ein Wechselbad der Gefühle“, sagte Thomas Kessler bei Sky nach dem umkämpften und intensiven Remis. „Wenn du in so ein wichtiges Spiel so schlecht reinkommst, dann ist es sehr schön, wenn die Mannschaft so ein Zeichen setzen kann. Aber dann müssen wir uns schon vorwerfen lassen, das 2:1 nicht länger halten zu können bis in die Halbzeit. Insgesamt war es schon ein wildes Spiel. Dann machen wir zum Glück noch das 3:3 durch Eric (Martel; Anm. d. Red.). Unter dem Strich müssen wir schon festhalten, dass ein Punkt heute zu wenig ist“, erklärte der Geschäftsführer Sport der Kölner.

Keine Zweifel an Qualität der Mannschaft

Auffällig war, dass Kessler gerade seinen Spielern durchaus den Rücken stärkte: „Am Ende muss man der Mannschaft ein Kompliment machen, dass sie nach dem Nackenschlag wieder zurückkommt. Aber das ist jetzt auch keine neue Erkenntnis, dass die Mannschaft in der Lage ist, von sowas zurückzukommen. Wir hatten im Saisonverlauf, glaube ich, nicht ein Spiel, das wir deutlich verloren haben. Aber insgesamt müssen wir schon auch sagen, dass wir schon in einer Zeit angekommen sind, in der wir auch mal wieder einen Dreier holen müssen.“

Ein indirekter Wink in Richtung Trainer Lukas Kwasniok? An der Klasse seines Teams zweifelt Kessler in jedem Fall nicht. „Es gibt keinen beim 1. FC Köln, der glaubt, dass die Mannschaft nicht die Qualität hat, um die Klasse zu halten. Jetzt haben wir eine Durststrecke und können alle die Tabelle lesen“, spielte der 40-Jährge auf Platz 15 und eine Negativserie von sieben Spielen ohne Sieg (vier Niederlagen, drei Remis) an. Deswegen sei auch der Punkt vom Samstag im Derby „leider zu wenig“.

Kessler: „Wir machen uns unsere Gedanken“

Und so erhielt Kwasniok in der Trainerfrage von Kessler auch keine klare Rückendeckung, auch wenn er erst „entspannt“ in Richtung Wochenende gehe und „darüber schlafen“ wolle. „Dann werden wir sachlich und rational analysieren. Wir sind natürlich enttäuscht, dass es nur heute nur ein Punkt, denn die Erwartungshaltung waren klar drei. Wir machen uns unsere Gedanken.“

Kwasniok selbst machte derweil keinen Hehl daraus, dass er ungeachtet der mageren jüngsten Ergebnisse gerne weitermachen würde: „Es geht ja nicht nur um heute, sondern um die letzten Wochen und dass in der Öffentlichkeit in allererster Linie nur die Ergebnisse gewertet werden.“ Dies sei als Vereinsverantwortlicher aber anders. „Da schaut mal in allererster Linie darauf, wie arbeiten die Jungs gemeinsam mit dem Trainer. Was für eine Überzeugung ist vorhanden“, meinte der Trainer.

Kwasnioks Plädoyer in eigener Sache

Der 44-Jährige sieht sich noch längst nicht am Ende seiner Zeit in Köln und hielt so auch ein Plädoyer in einer Sache. „Sie können mir noch so viele Hindernisse in den Weg legen, egal ob nun der Unparteiische oder Verletzungen. Heute haben wir einen 19-Jährigen reingeworfen“, spielte Kwasniok auf das Startelfdebüt von Cenny Neumann an, der den beim Warmmachen verletzten Tom Krauß kurzfristig in der Startelf ersetzt und bei allen drei Szenen, die zu den Gegentoren geführt hatten, beteiligt gewesen war. „Das ist alles Teil des Lebens und des Jobs hier beim 1. FC Köln. Eines spürt man, denke ich: Ich mache das mit Hingabe und Liebe für die Mannschaft und den Verein. Und ich glaube, dass Mitte, Ende Mai Schluss sein wird – für diese Saison.“

Auf der anschließenden Pressekonferenz legte der Coach noch einmal nach. „Du musst erstmal einen finden, der mehr Überzeugung in sich trägt. Ich werde um diesen Job kämpfen, ich bin der richtige Mann an der richtigen Stelle beim richtigen Verein.“ Ob dies seine Vorgesetzten auch so sehen, dürfte sich schon sehr bald entscheiden.

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