Polzins Selbstkritik: „Ich bin auch mit mir nicht zufrieden“

Heimspiele des Hamburger SV waren in den zurückliegenden Monaten zumeist bemerkenswerte Vollgas-Veranstaltungen. Der Auftritt gegen RB Leipzig war von merkwürdiger Energiearmut geprägt und mündete hochverdient in einem 1:2, der ersten Pleite in der Rückrunde.

HSV-Trainer beklagt fehlende Energie

Die Reaktionen in der Mixedzone glichen sich allesamt. Hamburgs Profis versuchten gar nicht erst, die Dinge schöner zu reden, als sie waren. „Es war zu wenig von uns“, erklärte Nicolai Remberg. „In der Mannschaftsleistung hat einiges nicht so gestimmt“, bilanzierte Miro Muheim und Daniel Heuer Fernandes wusste: „Wir sind nicht an unser Maximum gekommen, und dann reicht es eben nicht.“ Nicht einmal eine Großtat des Keepers reichte am Sonntagabend aus, um wieder Energie zu erzeugen.

Heuer Fernandes‘ Großtat löste keinen Energieschub aus

Der Hamburger Keeper hatte nach 62 Minuten einen Handelfmeter von Leipzigs Romulu pariert – zu einem Zeitpunkt, da der HSV bereits 1:2 zurückgelegen hatte und nur noch hinterhergelaufen ist, zudem müde in den Beinen und den Köpfen gewirkt hatte. „Die Situation“, sagte Heuer Fernandes, „hätte nochmal etwas bewirken können.“ Es blieb aber beim Konjunktiv. Schon die Führung durch Fabio Vieira (22.) hätte etwas auslösen können, zumal sie einer ansprechenden Anfangsphase entsprungen ist – tatsächlich war der Vortrag des HSV danach wie abgeschnitten.

Merlin Polzin geht die Analyse dieser ersten Niederlage nach sechs ungeschlagenen Partien ähnlich schonungslos an wie seine Spieler – und auch mit sich selbst hart ins Gericht. „Wir können viel aus diesem Spiel mitnehmen, weil wir weit entfernt von unserem Limit waren. Wir sind unzufrieden mit unserer Leistung, und ich bin auch nicht zufrieden mit meiner Leistung.“

Seine durchaus ungewöhnliche Selbstkritik begründet der 35-Jährige plausibel. „Ich finde es wichtig, dass wir alle bei uns selbst anfangen, und wenn die Mannschaft nicht am Limit ist, dann fange ich bei mir an, weshalb wir dieses Mal nicht die Energie hatten.“ Diese fehlte am Sonntag derartig, dass auch die Atmosphäre gegen die Leipziger wenig mitreißend war. Polzin ehrlich: „Gerade in der zweiten Hälfte haben wir es zu keiner Zeit geschafft, das Spiel wieder auf unsere Seite zu ziehen. Wir konnten das Volksparkstadion nicht für uns nutzen.“

Muheim wird fehlen, Capaldo wohl auch

Die Folge: Vor der nun anstehenden englischen Woche droht mehr Brisanz, als vor zwei Wochen absehbar war. Der Vorsprung auf Rang 16 ist auf vier Zähler zusammengeschmolzen, am Mittwoch im Nachholspiel gegen Bayer Leverkusen geht es darum, den Samstags-Trips zum Vorletzten Wolfsburg nicht zum absoluten Abstiegs-Kracher werden zu lassen.

Ersetzen muss Polzin gegen Bayer 04 den gelbgesperrten Muheim – und ziemlich sicher auch Nicolas Capaldo. Der Kapitän war bereits frühzeitig mit muskulären Problemen ausgeschieden. Eine genaue Diagnose soll am Montag erfolgen.

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