In der Bundesliga bleibt es im Endspurt ein enges Rennen um die begehrten Europapokal-Plätze. Durch die spezielle Besetzung des Finals im DFB-Pokal allerdings dürfen die Anwärter nicht mehr mit Rang 7 planen.
Erinnerungen an 2018
In der Bundesliga entscheidet sich die Meisterschaft nur noch zwischen Spitzenreiter Bayern München (65 Punkte) und Bayer 04 Leverkusen (59). Dahinter aber tobt der Kampf um die internationalen Plätze. In der Pole Position um die Champions-League-Plätze 3 und 4 liegen aktuell Eintracht Frankfurt (48) und der FSV Mainz (45).
In Lauerstellung befinden sich Borussia Mönchengladbach (43), RB Leipzig und der SC Freiburg (je 42). Auch Augsburg (39), Wolfsburg, Dortmund (je 38), Stuttgart (37) und Bremen (36) rechnen sich unterschiedlich große Chancen aus.
Entscheidenden Einfluss auf Platz 7, der im „Normalfall“ häufig zur Qualifikation an der Conference League reichte, hat in dieser Saison das Pokalfinale in Berlin. Drittligist Arminia Bielefeld und der Bundesliga-Elfte aus Stuttgart duellieren am 24. Mai (20 Uhr, LIVE! bei kicker) im Olympiastadion um einen Startplatz in der Europa League.
Schaffen es die Stuttgarter im Endspurt nicht mehr, sich einen Platz unter den ersten sechs Teams zu sichern, wäre Rang 7 auch bei einem Stuttgarter Pokalsieg nicht für Europa berechtigt. Einen zusätzlichen Europapokal-Startplatz wie im Vorjahr, als sich die Bundesliga den sogenannten European Performance Spot durch ihr starkes internationales Abschneiden sicherte, wird es in diesem Jahr nicht geben.
2018 war der VfB Leidtragender, 2013 „Profiteur“
Dass eine Mannschaft zuletzt den DFB-Pokal holte, die nicht unter den ersten sechs Teams der Bundesliga zu finden war, liegt sieben Jahre zurück. 2018 gewann Eintracht Frankfurt als Achter den wichtigsten nationalen Pokal-Wettbewerb. Ausgerechnet der VfB Stuttgart war damals als Siebter der Leidtragende.
Bis 2015 galt die Regel, dass der unterlegene Pokalfinalist automatisch für den Europapokal qualifiziert war, sollte sich der Sieger für die Champions League qualifiziert haben. Seitdem ist in solch einem Fall der nächstbeste Verein in der Liga qualifiziert.
Der letzte Klub, der von der alten Regelung noch „profitierte“? Final-Verlierer Stuttgart, der 2013 als Bundesliga-Zwölfter mit dem Einzug ins Endspiel für die Europa-League-Qualifikation planen durfte. Dort scheiterte der VfB jedoch.