Schon wieder klingelt die Kasse beim 1. FC Köln – und diesmal ordentlich: Für eine zweistellige Millionensumme verlässt Damion Downs den Bundesliga-Aufsteiger gen England.
Wechsel in die Championship
In Köln basteln sie gerade noch an einer konkurrenzfähigen Mannschaft, die das große Ziel Klassenerhalt in der Bundesliga-Saison 2025/26 realisieren soll. Nicht mehr mithelfen wird Damion Downs. Der Stürmer, der bis zuletzt mit der Nationalmannschaft der USA beim Gold Cup weilte, wechselt wie erwartet mit sofortiger Wirkung zum FC Southampton.
Die Saints sind gerade erst sang- und klanglos aus der Premier League abgestiegen. Nur zwölf Punkte aus 38 Spielen holte Southampton – und rüstet sich nun für die Mission Wiederaufstieg. Die Dienste von Downs sind dem Championship-Teilnehmer, der mit einem Vertrag bis 2029 lockte, unter Zurechnung einiger Boni als Gesamtpaket bis zu zehn Millionen Euro wert. Eine Summe, die die Kölner nicht ablehnen konnten.
„Wir haben mit Damion intensive und offene Gespräche über eine gemeinsame Zukunft geführt“, erklärt FC-Sportdirektor Thomas Kessler. „Dabei haben wir ihm sowohl sportlich als auch wirtschaftlich eine aus unserer Sicht sehr attraktive Perspektive beim 1. FC Köln aufgezeigt – mit der klaren Chance, in der Bundesliga eine zentrale Rolle einzunehmen. Damion hat sich allerdings gegen dieses Angebot entschieden und einen anderen Weg gewählt. In der Folge haben wir für den 1. FC Köln eine Lösung gefunden, die wirtschaftlich in einem guten Rahmen liegt.“
Downs‘ besonderer Dank an Ruthenbeck und Kessler
Schon vor dem Trainingsstart am 7. Juli hatten die Kölner Kasse gemacht: Linksverteidiger Max Finkgräfe verließ das Geißbockheim für rund vier Millionen Euro und spielt künftig für Bundesliga-Konkurrent RB Leipzig.
Im Gegensatz zu Finkgräfe (14 Einsätze, sieben Einwechslungen, ein Assist) hatte Downs in der vergangenen Saison eine zentrale Rolle beim Wiederaufstieg eingenommen: Der US-Stürmer sammelte insgesamt 15 Scorerpunkte (zehn Tore, fünf Vorlagen) und stand bei 29 Einsätzen 21-mal in der Anfangsformation.
„Es hat mir immer Spaß gemacht und die Zeit wird immer in meinem Herzen bleiben, der Aufstieg in die Bundesliga war einer der schönsten Momente meines Lebens“, zitiert der FC Downs am Mittwoch. „Ich möchte mich vor allem bei meinem Jugendtrainer Stefan Ruthenbeck und bei Thomas Kessler bedanken, die mich besonders unterstützt haben.“
In Southampton erhält Downs einen Vertrag bis 2029. „Die Verstärkung unserer Offensivabteilung war eine unserer obersten Prioritäten in diesem Sommer, und Damion ist ein Spieler, der unsere Mannschaft mit echter Qualität bereichern wird“, erklärt Johannes Spors, der Technische Leiter des Premier-League-Absteigers.
Köln braucht einen Ersatz
Downs war im September 2020 aus Ingolstadt nach Köln gekommen und empfahl sich über die Regionalliga für den Profi-Kader. Nun muss er sich im Haifischbecken Championship behaupten – auch um sein großes Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Im kommenden Jahr steigt schließlich die WM-Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko. Klar ist durch Downs‘ Abschied aber auch: Ein neuer treffsicherer Stürmer muss nach Köln kommen.