Rolfes und die Xhaka-Frage: „Nur bei einer Win-win-Situation“

Auf einem internationalen Medien-Event wird deutlich: Granit Xhakas Zukunft interessiert auch die brasilianischen Journalisten. Bayers Geschäftsführer Simon Rolfes sendet eine klare Botschaft.

Verlässt der Sechser die Werkself?

Aus Leverkusens Trainingslager in Rio de Janeiro berichtet Leon Elspaß

Im Teamhotel von Bayer 04 herrschte am Donnerstagnachmittag reichlich Betrieb. Die Werkself lud zu einem internationalen Medien-Event, bei dem sich Trainer Erik ten Hag, CEO Fernando Carro und Geschäftsführer Sport Simon Rolfes den Fragen der größtenteils brasilianischen Journalisten stellten. Die Reise nach Rio de Janeiro wurde dort thematisiert, das Testspiel gegen Flamengos U20 am Freitag (19.30 MESZ), aber auch einzelne Personalien kamen auf den Tisch. Personalien wie Granit Xhaka.

Ob er bleibt oder den Klub verlässt, das ist in den vergangenen Tagen nun mal das bestimmende Thema bei der Werkself. Kein Wunder also, dass sich auch die brasilianischen Journalisten dafür interessierten. Und das gab Rolfes wiederum die Chance, noch mal eine Botschaft loszuwerden: Xhaka geht nur, wenn ein guter Deal zustande kommt.

Rolfes: „Sicher, es gibt Interesse an Xhaka“

„Granit“, sagte er, „ist ein sehr wichtiger Spieler für uns – für den Klub und für die Mannschaft. Unser Hauptinteresse ist es, ihn zu halten. Sicher, es gibt Interesse an ihm, wir müssen mit dem Spieler sprechen, um zu wissen, was seine Ambitionen sind. Aber klar ist: Nur bei einer Win-win-Situation würde es einen Transfer geben.“

Denn, ergänzte Rolfes: „Wir haben noch drei Jahre Vertrag mit dem Spieler und sind sehr glücklich mit ihm. Wir haben große Ziele in den nächsten Jahren. Deshalb kann es nur dann einen Transfer geben, wenn es für alle Seiten gut ist. Das müssen wir abwarten. Aber unser Ziel ist es, dass Granit bei uns bleibt.“

Unlängst reihte sich der AFC Sunderland in die Liste der Interessenten ein. Dazu gehört auch der saudi-arabische Aufsteiger Neom SC, der sich laut Medienberichten inzwischen aber zurückgezogen hat, weil er die Ablösevorstellungen, die sich um die 20 Millionen Euro drehen, nicht erfüllen will. Abwarten, was in den nächsten Tagen noch passiert.

„Wie ein Sohn für mich“: ten Hag spricht über Antony

Das gilt auch fürs Bayers Unternehmungen auf der Zugangsseite. Dort ist bekanntlich ebenfalls noch einiges zu tun – insbesondere in der Offensive. Dementsprechend wurde ten Hag von einem Journalisten nach Manchester Uniteds Antony gefragt, den er bereits zweimal trainierte – und der in den vergangenen Wochen mit Bayer in Verbindung gebracht wurde.

„Ich habe ihn zweimal geholt, zunächst zu Ajax, später zu Manchester United“, antwortete ten Hag und erklärte: „Er war immer wie ein Sohn für mich, er ist immer noch ein Sohn für mich. Er ist ein unglaublich guter Spieler mit großen Qualitäten. Man muss immer auf die aktuelle Mannschaft schauen und entscheiden, was gebraucht wird. In diesem Moment sind wir an ihm nicht interessiert. Aber wir werden sehen, was in der Zukunft passiert.“

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