Bewegung auf der Abgangsseite bei Borussia Mönchengladbach. Noah Pesch wird zum 1. FC Magdeburg verliehen und soll in der 2. Liga Spielpraxis sammeln. Eine Kaufoption umfasst der Deal nicht.
Einjährige Leihe in die 2. Liga, keine Kaufoption
In der vergangenen Woche hatte der kicker über das starke Interesse aus der 2. Liga und das sich abzeichnende Transferduell zwischen dem Karlsruher SC und dem 1. FC Magdeburg berichtet. Inzwischen ist die Richtung klar: Das Rennen um den 20 Jahre alten Offensivspieler hat der FCM für sich entschieden.
Noah Pesch wechselt für ein Jahr auf Leihbasis nach Magdeburg, das bestätigten beide Klubs am frühen Dienstagabend. Eine Kaufoption besteht für den Zweitligisten nicht. In Gladbach läuft der Vertrag des Flügelspielers bis 2027. Der ursprünglich bis 2026 datierte Kontrakt hatte sich mit Peschs erstem Bundesligaeinsatz per Klausel automatisch um ein Jahr verlängert.
Als Cheftrainer Gerardo Seoane am Dienstagvormittag zur ersten Einheit der Woche nach dem freien Montag bat, fehlte Pesch auf dem Rasen. Da waren die Verhandlungen zwischen allen Parteien schon in die finale Phase eingetreten – und Pesch bereit für den Wechsel nach Magdeburg.
In Gladbach schwanden Peschs Chancen mit Machinos Verpflichtung
„Noah hat nicht zuletzt durch seine Auszeichnung zum Spieler der Saison in der Regionalliga West gezeigt, welches Potenzial ihm steckt. Die 2. Bundesliga ist der perfekte nächste Schritt in seiner Entwicklung“, sagt Roland Virkus, Borussias Geschäftsführer Sport, zu der Leihe.
Die Gedankenspiele um eine Ausleihe existierten im Borussia-Park schon länger. Klar ist, dass der hochveranlagte Youngster Spielpraxis auf höherem Niveau sammeln muss, um seine persönliche Entwicklung voranzutreiben. In Gladbach schwanden seine Chancen wieder mit der am Samstag abgeschlossenen Verpflichtung von Shuto Machino. Der Japaner kann wie Robin Hack auf der linken offensiven Flügelposition zum Einsatz kommen. Zu wenig für Perspektive für Pesch, der in Magdeburg unter Trainer Markus Fiedler mit der Rückennummer 10 regelmäßig zum Zug kommen soll.
„Noah ist ein talentierter Offensivspieler mit viel Potenzial“, lobt Otmar Schork, Geschäftsführer Sport des 1. FC Magdeburg: „Er bringt Dynamik und Torgefahr mit – zwei Qualitäten, die unserem Spiel guttun werden. Wir sind überzeugt, dass er uns sportlich weiterbringt und gleichzeitig auch in unserem Umfeld den nächsten Entwicklungsschritt machen kann.“
In der vergangenen Saison war Pesch der herausragende Offensivakteur in der Regionalliga West. In 28 Spielen erzielte der Deutsch-Kroate 18 Tore, weshalb er vom Westdeutschen Fußballverband mit dem „Regionalliga-Spieler der Saison“-Award ausgezeichnet wurde. Seine Bundesligapremiere hatte der frühere Leverkusener im März in Borussias Heimspiel gegen Mainz 05 (25. Spieltag) gefeiert, er war bei der Gladbacher 1:3-Niederlage in der 85. Spielminute eingewechselt worden.