Baumann bleibt Kapitän – und verlängert Vertrag

Der kicker hatte bereits über die bevorstehende Vertragsverlängerung von Oliver Baumann berichtet, nun ist es offiziell. Zudem bleibt der 35-Jährige an der Spitze der TSG-Hierarchie.

Gespräch mit Kramaric steht an

Aus Hoffenheims Trainingslager im österreichischen Seefeld berichtet Michael Pfeifer

Eine Stunde vor dem wichtigen Test gegen Werder Bremen im Rahmen des Trainingslagers in Tirol machte die TSG öffentlich, was sich bereits angedeutet und worüber der kicker bereits berichtet hatte: Oliver Baumann hat seinen Vertrag im Kraichgau ein weiteres Mal verlängert, diesmal für zwei weitere Jahre bis 2028 plus eine zusätzliche Spielzeit optional. Da der Routinier schon seit 2014 das TSG-Tor hütet, kämen beim Vertragsende satte 15 Jahre in Hoffenheim zusammen.

Ein klares Signal der Kontinuität bei all der personellen Umstrukturierungen, die der Kader besonders in diesem Sommer noch mal erfährt. Aber damit nicht genug, unterdessen hat Cheftrainer Christian Ilzer seinen Führungsspieler auch als Leitfigur in seinem Amt bestätigt. „Oli wird an der Spitze der Hierarchie Kapitän dieses Teams bleiben“, erklärte Ilzer. Wer allerdings um Baumann herum als Stellvertreter und im Mannschaftsrat positioniert wird, ließ der 47-Jährige noch offen, „jeder Spieler hat das Recht und auch die Pflicht, Verantwortung zu übernehmen.“

Damit sind die letzten Zweifel und Unstimmigkeiten, die in der vergangenen Spielzeit auch zwischen Baumann und der sportlichen Leitung zu spüren und rauszuhören waren, aufgearbeitet und abgehakt. Zudem stärkte Baumann damit auch seine Position im Hinblick auf die deutsche Nationalmannschaft. Denn während der ärgste Konkurrent und von Bundestrainer Julian Nagelsmann weiter als Nummer 1 proklamierte Marc André ter Stegen mit gesundheitlichen Problemen (Rücken) zu kämpfen hat und auch seinen Status beim FC Barcelona verloren hat, kann Baumann auf bewährte Konstanz und eine unumstrittene Führungsrolle bauen.

Hoffenheim bittet Kramaric zum Gespräch

Ein klärendes Gespräch wie mit Baumann steht nun aber auch noch dessen bisherigem Stellvertreter Andrej Kramaric an. Der Star der TSG hatte sich ebenfalls kritisch zur sportlichen Entwicklung geäußert, nun soll ein auch der Wortführer der Kabine neu eingenordet und seine uneingeschränkte Unterstützung des neuen Weges eingefordert werden.

Womöglich wird der 34-Jährige, der nun in sein letztes Vertragsjahr geht, nicht mehr die dominante Rolle zugestanden, die der Kroate seit Jahren als Leistungsträger und bester Scorer wie selbstverständlich innehatte. Zudem ist mit Muhammed Damar ein ernstzunehmender Konkurrent und vergleichbarer Spielertyp dazugekommen, dieser Konkurrenz muss sich der Routinier stellen.

Auch eine ursprünglich angedachte erneute Vertragsverlängerung, wie sie nun im Falle Baumann vollzogen wurde, ist im Fall Kramaric deshalb kein Selbstläufer. Schon gar nicht zu den bisherigen Konditionen, Kramaric gilt seit Jahren als Hoffenheims Topverdiener. Viel wird davon abhängen, wie der Star die ihm zugedachte neue Rolle auf- und annimmt.

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