Neuzugang Sugawara: „Backhaus und ich sind schon beste Freunde“

Yukinari Sugawara spricht über die Gründe für seinen Wechsel zum SV Werder Bremen – wo ihm Mio Backhaus angesichts japanischer Wurzeln die Eingewöhnung erleichtert.

U-21-Einladung für Werder-Keeper

Am Montag hatten die Profis des SV Werder Bremen eigentlich trainingsfrei, doch Mio Backhaus machte sich trotzdem auf den Weg zum Vereinsgelände am Osterdeich – weil sich dort Yukinari Sugawara per Nachricht bei ihm angekündigt – und gefragt hatte: „Willst du vorbeikommen?“

Backhaus kam, und war dann überall dabei, etwa als der Japaner den Medizincheck bei seinem neuen Verein absolvierte, der seine Verpflichtung einen Tag später bekanntgab. „Mio und ich sind jetzt schon beste Freunde“, berichtete Sugawara also am Mittwoch bei seiner offiziellen Vorstellung, als er sein neues Trikot mit der Nummer drei präsentierte.

Der Rechtsverteidiger wechselt zunächst auf Leihbasis (inklusive Kaufoption) vom englischen Zweitligisten FC Southampton nach Bremen – wo ihm Backhaus, der Sohn einer Japanerin und eines Deutschen, sogleich in seiner Landessprache als Übersetzer zur Verfügung stand.

Sugawara traf doppelt gegen Backhaus

„Ich denke, er ist bereits ein wichtiger Spieler für mich, als Mitspieler, als Freund -vielleicht schaffen wir hier schöne gemeinsame Erinnerungen“, sagte Sugawara, in bestem Englisch. Bereits im Vorfeld hatte er sich ja bei Werders neuer Nummer eins erkundigt: nach dem Verein und über das Leben in Bremen.

Beide kannten sich ja bereits aus den Niederlanden, wo ihm Sugawara noch in Diensten von AZ Alkmaar und während Backhaus‘ damaliger Leihe zum FC Volendam zwei Treffer beim 4:0-Sieg im März 2024 eingeschenkt hatte. Rund vier Monate später wechselte Sugawara in die Premier League, stieg mit Southampton in der vergangenen Saison allerdings ab.

„Ich bin bereit – der Trainer weiß das“

Dass es ihn nun zu Werder zog, hat auch damit zu tun, dass der 15-malige Nationalspieler seine Chancen für eine Teilnahme an der WM 2026 aufrechterhalten will: „Im Nationalteam erwarten sie, dass ich in einer der Topligen spiele – das ist auch ein Grund für den Wechsel“, so der 25-Jährige, denn: „Die Weltmeisterschaft ist das größte Ziel in meiner Karriere.“

Generell, erklärte Sugawara weiter, „wenn ich die Championship mit der Bundesliga vergleiche, dann ist das ein großer Unterschied“. Und eine Sache habe er jedenfalls vor dem kommenden Spiel gegen Bayer Leverkusen bereits signalisiert: „Meine körperliche Verfassung ist gut. Ich bin bereit, am Samstag zu spielen – der Trainer weiß das.“

Vorbilder? Legende Hasebe und ein Ex-Schalker

Angesprochen auf japanische Vorbilder, erwähnte er den langjährigen Frankfurter Makoto Hasebe als „Legende der Bundesliga“ oder Ex-Schalke-Profi Maya Yoshida (jetzt L.A. Galaxy), der für die gleiche Fußball-Akademie in Japan aktiv war wie Sugawara.

Und bei Mio Backhaus könnte er fortan wiederum für die japanische Nationalmannschaft werben: „Vielleicht kann ich da sein Berater sein und ihn eines Tages dazu bringen – daran werde ich arbeiten.“ Bislang hat der Torwart erst eine Partie für die japanische U 15 absolviert, seither durchlief Backhaus alle deutschen U-Teams.

Und nun steht nach kicker-Informationen auch seine erstmalige Berufung für die U 21 des DFB an – am Freitag erfolgt dann die offizielle Kaderbekanntgabe für das bevorstehende Testspiel in Albanien und den EM-Qualifikationsauftakt in Rostock gegen Lettland.

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