Auch ohne die fehlenden Sabitzer, Bensebaini und Anselmino will Borussia Dortmund gegen den FC St. Pauli und in den kommenden Wochen entscheidende Schritte in Richtung Champions League machen.
Sabitzer, Bensebaini und Anselmino fehlen dem BVB gegen St. Pauli
Die Hinrunde ist vorbei, für Borussia Dortmund endete sie am Dienstag mit dem 3:0-Sieg gegen Werder Bremen. In der Vergangenheit war das meist gleichbedeutend mit der Winterpause und ein entspannter Moment für das Fazit der Liga-Halbzeit. In diesem Jahr allerdings bleibt dafür kaum Zeit, nur vier Tage später wartet auf den BVB am Samstag bereits der FC St. Pauli (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) und damit der Start in die Rückrunde.
Mindestens vier Punkte Vorsprung
Dennoch lohnt ein kurzer Blick auf die Tabelle: Die nach Punkten erfolgreichste Hinserie seit der Vizemeister-Saison 2018/2019 hat den Schwarz-Gelben nicht nur Rang 2 beschert, sondern auch mindestens vier Punkte Vorsprung auf Rang 5, den ersten Platz ohne Berechtigung für die kommende Champions-League-Saison. Es könnten sogar mehr sein, sollten Bayer Leverkusen und die TSG Hoffenheim ihre Nachholspiele nicht gewinnen.
Diese Ausgangslage bedeutet in den kommenden Wochen eine riesige Chance für den BVB. In der Liga warten nun nach St. Pauli, dem aktuellen Tabellen-17., Union Berlin (9.), der 1. FC Heidenheim (18.), der VfL Wolfsburg (11.) und der 1. FSV Mainz 05 (16.) – allesamt also Teams jenseits aller Europokal-Hoffnungen und zumindest auf dem Papier sichere Punkte. In der Hinrunde waren es gegen dieselben Gegner schon 13 von 15 möglichen, eine Wiederholung dürfte mit ziemlicher Sicherheit einen ordentlichen Abstand zu Rang 5 bedeuten.
Festigen, wenn nicht sogar ausbauen
„Jetzt geht’s darum, die Position, die wir inne haben, weiterhin zu festigen, beziehungsweise, zu versuchen sie auch auszubauen. Das wollen wir mit dem ersten Rückrundenspiel auch machen, denn wir dürfen nicht locker lassen“, findet Kovac: „Aber wir müssen uns strecken. Wir müssen nicht nach vorne schauen, wir müssen zusehen, dass wir die im Rückspiegel weiter von uns weg bekommen.“
Denn er findet mit Blick auf die aktuelle Tabelle: „Es ist sehr eng.“ Kovac führt aus: „Klar, Frankfurt hat zehn Punkte Rückstand auf uns, aber trotzdem schreibe ich die Eintracht noch nicht ab. Bayern München ist da, wo sie sind. Und die anderen fünf oder sechs Klubs kämpfen um drei mögliche Champions-League-Plätze.“
Zwei ohne Europapokal-Aufgaben
Der Trainer glaubt also, dass die Teams zwischen Rang 3 und 7 Dortmunds Konkurrenz bleiben werden. Und da hätten zwei einen Vorteil: „Leipzig und Hoffenheim spielen nur Bundesliga, Leipzig dazu noch den Pokal. Das macht die Sache so gefährlich. Die anderen Mannschaften Stuttgart, Leverkusen und Frankfurt sind alle noch international dabei, deswegen ist das vielleicht ausgeglichen zu uns.“
Gegen die Hanseaten muss Kovac auf drei Spieler verzichten: Aaron Anselmino, Ramy Bensebaini und Marcel Sabitzer. „Aaron hat heute das erste Mal mit der Mannschaft trainiert, aber auch nur den ersten Teil, den letzten nicht. Das heißt, er wird noch ein wenig Zeit brauchen.“ Der Algerier Bensebaini habe sich nach der Rückkehr vom Afrika Cup „eine Grippe eingefangen“ und Sabitzer im Training „die Wade hinten gespürt“.
Ansonsten steht Kovac der komplette Kader zur Verfügung, vor allem vorne dürfte es wieder Rotation geben. „Ich habe harte Entscheidungen zu treffen und die sind nicht immer ganz einfach“, erklärte der Kroate mit Blick auf Karim Adeyemi, der in den bisherigen beiden Spielen des Jahres nur wenig Einsatzzeit hatte. „Maxi Beier hat es richtig gut gemacht, deswegen hatte er es verdient zu spielen. Das bedeutet für Karim in dem Fall, das er auf seine Chance hoffen muss.“
Adeyemis Chance wird kommen
Die aber werde sicher kommen: „Wir haben noch viele Spiele im Januar, so dass wir schon noch rotieren werden. Wir sind alles Profis, das gehört zum Sport dazu und ich habe immer wieder gesagt, dass es sehr wenige Spieler gibt, die durchspielen. Meistens sind das nur die Jungs hinten, der Torhüter und die Innenverteidiger.“

