Augsburgs Suche nach Verstärkungen

Hinter dem FC Augsburg liegt mit Platz neun die beste Saison seit 2015. Längst laufen die Planungen am Kader, wie dieser für ein ähnliches Abschneiden 2026/27 verbessert werden könnte.

Zehner und Schienenspieler könnten in den Fokus rücken

Wobei: Allzu viel müsste der FCA nicht machen, der in den vergangenen Jahren von Umbruch zu Umbruch sprang, den Kader dabei aber sukzessive verjüngte, mit mehr Potenzial ausstattete und Werte schuf. Einiges wird deshalb auch davon abhängen, wer den Klub gegen Ablöse verlässt, woraufhin der Bundesligist diese Lücke wieder füllen müsste.

Zunächst kein Bedarf besteht in der Innenverteidigung: Jeff Gouweleeuw, Keven Schlotterbeck und Cedric Zesiger sind gestandene Bundesliga-Verteidiger und stehen ebenso unter Vertrag wie Chrislain Matsima und Noahkai Banks. Die beiden Letztgenannten könnten jedoch Angebote bekommen und einen Wechsel anstreben, wobei dies bei Matsima durch seine lange Verletzungspause etwas unrealistischer geworden ist. Mit dem im Winter ausgeliehenen Arthur Chaves stünde erprobter Ersatz bereit, auch wenn eine feste Verpflichtung rund sechs Millionen Euro teuer wäre. Entscheidung noch offfen.

Für die Außenbahn sucht der FCA dagegen, sowohl rechts wie links. Dimitrios Giannoulis zieht es in seine Heimat Griechenland, der FCA würde ihn gerne halten, der Vertrag läuft noch zwei Jahre. Anton Kade spielte zuletzt weiter vorne, eine gewisse Vakanz besteht also. Die könnte es auch schnell auf der Zehn geben, und zwar aus mehreren Gründen.

Claude-Maurice strebt nach Höherem

Topscorer Alexis Claude-Maurice strebt nach zwei Jahren beim FCA und ein Jahr vor Vertragsende 2027 nach Höherem, würde gerne wechseln. Dieser Verlust müsste erstmal kompensiert werden. Zumal auch das Bleiben von Talent Mert Kömür nicht sicher ist und Fabian Rieder in den letzten Saisonwochen sehr überzeugend nach hinten auf die Doppelsechs gezogen wurde.

Diese Move war der vermutlich beste von Trainer Manuel Baum in der gesamten Saison und könnte sehr wohl Zukunft haben. Dadurch müsste der FCA vor der Abwehr trotz des Abgangs von Elvis Rexhbecaj und vielleicht Kristijan Jakic nicht zwingend fündig werden, hätte er doch neben Rieder noch Han-Noah Massengo und Robin Fellhauer in petto. Beim vom VfB Stuttgart ausgeliehenen Yannik Keitel bestehen Zweifel ob seiner vielen Verletzungen, grundsätzlich mögen die Verantwortlichen den Spieler.

Sollte im Angriff die Kaufoption für Michael Gregoritsch gezogen werden, was sehr wahrscheinlich ist, besteht dort kein Anlass für Neuzugänge. Schließlich dürfte der Klub auch die Option bei Rodrigo Ribeiro über fünf Millionen Euro aktivieren, alles andere wäre mit Blick auf das Potenzial des 21-Jährigen fahrlässig. Und mit Uchenna Ogundu (20) steht ein im Winter eingekaufter junger Stürmer in den Startlöchern und hofft auf mehr Einsatzzeiten.

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