Auf Unions Abstellgleis: Der Stand beim wechselwilligen Diogo Leite

Die Leite-Saga nimmt kein Ende bei Union Berlin. Der Portugiese will bis zum 1. September die Hauptstadt verlassen, aktuell trainiert er nur individuell. Girona und Florenz sind an dem 26-Jährigen dran.

Girona und Florenz zeigen Interesse

Beim öffentlichen Training am Mittwoch war Diogo Leite nur kurz und spät zu sehen. Der Verteidiger, der Union Berlin in der laufenden Transferperiode noch verlassen möchte, trainierte nicht mit der Mannschaft, dafür mit Athletiktrainer Johannes Thienel und Mitspieler Lucas Tousart. Seit Wochen spielt der Portugiese keine Rolle mehr unter Trainer Steffen Baumgart. Auf seiner Position links hinten in der Dreierkette kam seit Beginn der Vorbereitung der gelernte Außenverteidiger Tom Rothe zum Einsatz.

Leite guckte deswegen in die Röhre, kam bei einigen Testspielen nicht mal zum Zug. „Es gibt eine Situation, die wir alle kennen. Und dieser Situation tragen wir Rechnung. Wir schauen, was kommt und dann lassen wir uns überraschen“, hatte der Chefcoach vor Kurzem gesagt. Ein klares Indiz dafür, dass man im Südosten Berlins nicht mehr mit Leite plant und ihn vielmehr schont, damit er sich vor einem bevorstehenden Wechsel nicht mehr verletzt.

Diomandé und St. Juste wären potenzielle Nachfolger für Diogo Leite

Interessenten gibt es genug. Allerdings sind nach kicker-Informationen bis dato noch keine konkreten Angebote eingegangen, könnten aber alsbald eintrudeln. Dem Vernehmen nach sind der spanische Erstligist FC Girona sowie der italienische Erstligist AC Florenz an dem Innenverteidiger interessiert. Die Spanier sind bereit, zehn Millionen Euro für einen neuen Mann für das Deckungszentrum auszugeben. Girona sucht nach einem Ersatz für Ladislav Krejci, der kurz vor einem Wechsel zu den Wolverhampton Wanderers steht. Wie zu hören ist, befindet sich der Tscheche bereits auf dem Weg nach England.

Bei Florenz sieht die Situation ein wenig anders aus. Die Italiener suchen definitiv einen neuen Innenverteidiger, präferieren allerdings eine Verpflichtung von Victor Lindelöf (aktuell vereinslos, zuletzt Manchester United). Allerdings müssen sich die beiden Parteien bezüglich des Gehalts noch einig werden. Sollte das nicht der Fall sein, hätte die AC Florenz ebenso Leite im Blick. Italienischen Medienberichten zufolge ist der Klub aus der Toskana bereit, acht Millionen Euro auszugeben.

Sollte Leite die Berliner wiederum verlassen, müsste ein Ersatz her. Auf dem Einkaufszettel stehen, wie bereits berichtet, Sinaly Diomandé (24, AJ Auxerre) sowie Jeremiah St. Juste (28, Sporting Lissabon). In beiden Fällen wäre nach kicker-Informationen eine Ablöse um die vier Millionen Euro fällig. So oder so dürfte sich die Leite-Saga noch ein bisschen ziehen. Bis zum 1. September ist schließlich noch Zeit.

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