Hoffenheim distanzierte im Kampf um die internationalen Plätze Konkurrent Leverkusen ein wenig. Großen Anteil daran hatte Wouter Burger, der kurz vor dem Spiel an seiner Freistoßtechnik feilte und es später in Perfektion umsetzte.
Schon zehn Torbeteiligungen
Die TSG Hoffenheim erlebte innerhalb einer halben Saison eine rasante Wandlung. Aus einem Fast-Absteiger formte Christian Ilzer einen Anwärter auf die internationalen Plätze, der im direkten Duell mit Leverkusen ein weiteres Ausrufezeichen setzte (1:0). Großen Anteil an der Entwicklung der Kraichgauer haben zahlreiche Neuzugänge. Als Sinnbild dafür steht die Startelf vom Samstagnachmittag: Nur Oliver Baumann, Andrej Kramaric, Alexander Prass und Robin Hranac gehörten schon in der Vorsaison dem Kader an – wobei Letztgenannter eine sehr untergeordnete Rolle spielte.
Aufgrund der Anzahl wenig überraschend, entschied ein Sommer-Neuzugang die Partie zugunsten der TSG: Wouter Burger. Der Niederländer zirkelte einen Freistoß aus rechter Position ins linke Kreuzeck, wobei er auch von einer Fehleinschätzung seines Landsmannes Mark Flekken profitierte. Der Leverkusener Schlussmann rechnete wohl wie fast jeder Zuschauer mit einer Flanke und nicht mit einem Abschluss. Doch ungewollt war es von Burger wohl nicht. „Das habe ich heute Morgen noch ein bisschen geübt“, so der 24-Jährige im Sky-Interview. Allerdings war ihm auch bewusst, dass er für dieses „sehr schöne“ Tor auch „ein bisschen Glück“ benötigte.
Zwei Bestwerte von Burger
Durch sein direktes Freistoßtor steht er nach 16 Bundesligaspielen nun bei zehn Scorerpunkten (vier Tore, sechs Assists). Dass er nicht sogar bei elf steht, liegt auch an seinen Mitspielern – unter anderem Fisnik Asllani. Der Stürmer scheiterte kurz nach dem Führungstor nach Burgers herrlichen Heber im Eins-gegen-eins an Flekken. Die beiden genannten Szenen waren zwei von sechs Torschussbeteiligungen des zentralen Mittelfeldspielers, der damit den Bestwert innehatte – genau wie bei der Laufdistanz (13,3 Kilometer).
„Dass es so gut wird, habe ich auch nicht erwartet.“ (Wouter Burger)
Als er im Sommer aus der englischen Championship in den Kraichgau gewechselt war, hätte er mit einer solchen Entwicklung nicht gerechnet. „Dass es so gut wird, habe ich auch nicht erwartet. Ich bin sehr froh, dass wir eine so gute Mannschaft haben. Dass wir jeden Tag so viel Spaß haben“, erklärte Burger. Das verdeutlicht ein Vergleich mit der Vorsaison: Durch den Sieg gegen Bayer sammelte die TSG in 17 Partien schon mehr Punkte (33) als in der gesamten vergangenen Spielzeit (32).

