Horst Schnoor ist tot. Der langjährige Torwart des Hamburger SV verstarb am Mittwoch im Alter von 91 Jahren. Kein Torhüter absolvierte mehr Spiele für den HSV als „der Mann der tausend Hände“.
Im Alter von 91 Jahren verstorben
Der Hamburger SV trauert um Horst Schnoor. Der langjährige Torwart der Rothosen verstarb am Mittwoch im Alter von 91 Jahren. Schnoor stand von 1952 bis 1969 in Diensten der Norddeutschen und absolvierte insgesamt 507 Pflichtspiele für den HSV, davon 106 in der Bundesliga, die bekanntlich 1963 gegründet wurde.
Der gebürtige Hamburger ist damit bis heute der Torwart mit den meisten Einsätzen in der Historie der Hanseaten und feierte mit dem Verein auch Titel wie die deutsche Meisterschaft 1960 sowie den DFB-Pokalsieg 1963. Am 24. August 1963 avancierte er zum ersten Torwart der Bundesligageschichte des HSV, als er beim 1:1 bei Preußen Münster überragte und die kicker-Note 1,0 erhielt.
Am Ende jener Saison landete der Klub auf Rang sechs, Schnoor bestritt 29 der 30 Spiele. Auch bei der Europapokal-Premiere der Rothosen drei Jahre zuvor im November 1960 war der Torwart mit von der Partie und wahrte beim 5:0 gegen Young Boys im Berner Stadion Wankdorf eine weiße Weste.
Nur Kaltz und Seeler spielten öfter für den HSV
Generell kommen nur Manfred Kaltz (744) sowie die ebenfalls bereits verstorbene Vereinslegende Uwe Seeler (587) auf mehr Pflichtspieleinsätze im Hamburger Trikot. Von Seeler wurde Schnoor einst als „Mann der tausend Hände“ getauft, er absolvierte aber nie ein Spiel für die deutsche Nationalmannschaft.
Der frühere Torhüter blieb seinem langjährigen Verein auch über das Karriereende hinaus eng verbunden und besuchte bis zuletzt regelmäßig Heimspiele des HSV. Im Jahr 2007 wurde er als erster Torwart mit einem Hand- statt Fußabdruck auf dem „Walk of Fame“ des HSV am Uwe-Seeler-Fuß verewigt.
Der Verein trauert auf seiner Website um seinen Rekord-Torwart: „Der Hamburger SV gedenkt mit Horst Schnoor einer der größten Persönlichkeiten seiner Vereinsgeschichte und drückt seiner Familie sowie allen Freunden sein tiefstes Mitgefühl aus. Ruhe in Frieden, Nummer 1!“

