„Keine Streicheleinheiten“: Toppmöller nimmt Wahi in die Pflicht

Kriselnde Stimmung im Umfeld und ein fehlender Top-Torjäger: Bei Eintracht Frankfurt zählt Dino Toppmöller auf seine Führungsspieler und nimmt die zweite Garde im Angriff in die Pflicht.

Kristensens Rückkehr macht Hoffnung

26 Millionen Euro Ablöse, 24 Pflichtspiele mit durchschnittlich 24 Minuten Einsatzzeit und nur ein Tor – wohlgemerkt gegen einen Fünftligisten im DFB-Pokal. Die Bilanz von Elye Wahi nach zehn Monaten bei der Eintracht ist erschreckend. Am Mittwochabend in der Champions League begleiten deutliche Pfiffe aus dem Publikum die Einwechselung des 22-jährigen Franzosen.

Ob sich Wahi selbst schon aufgegeben hat, bleibt erstmal sein Geheimnis. Der Verein hofft trotz aller Rätsel noch, dass der Angreifer seine Qualitäten auch im Adlerdress zeigen kann. Der Ausfall von Jonathan Burkardt, der mindestens bis Anfang kommenden Jahres ausfallen wird, könnte für Wahi zur unverhofften, aber wohl auch letzten Chance werden.

Keine Sonderbehandlungen

Eine Sonderbehandlung darf er dabei aber nicht erwarten. „Wir brauchen jetzt keinen in den Arm nehmen und zu streicheln. Am Ende ist es unsere Aufgabe, Dinge einzufordern. Das haben wir gemacht und das machen wir auch jetzt. Wir erwarten ein gewisses Investment – und dann wird ja auch der ein oder andere Fehler verziehen“, stellt Trainer Dino Toppmöller am Samstag klar. Ähnlich gestaltet sich die Lage bei Michy Batshuayi, der als potenzieller Burkardt-Ersatz ebenfalls noch auf sein erstes Bundesligator in dieser Saison wartet. „Wenn du erstmal hinten dran bist, dann musst du gerade als Stürmer über Trainingsleistungen kommen, da Tore schießen und Selbstvertrauen generieren. Es geht darum, weiter Gas zu geben und dranzubleiben, weil die Jungs in der Lage sind, Tore zu schießen. Das haben sie schon bewiesen, auch wenn es jetzt bei uns in der Saison noch nicht funktioniert hat.“

Wie genau Toppmöller am Sonntag beim VfL Wolfsburg die Lücke des fehlenden Top-Torjägers füllen will, verkündet er erwartungsgemäß nicht – und skizzierte stattdessen nur mögliche Varianten. Es gebe „genug Optionen ohne Jonny“. Zum Beispiel „eine Doppelspitze mit zwei Tempospielern“, wie etwa Ansgar Knauff und Jean-Mattéo Bahoya, oder eben „ein klassischer Wandspieler“. Ganz ohne Stürmer mit einer falschen Neun geht es natürlich auch. Treffsicher genug und prädestiniert für die Rolle wäre Can Uzun. Würde der nicht gerade auch wegen einer Muskelverletzung fehlen …

Kristensen, Koch und Theate gefordert

Die Stürmerproblematik ist aber längst nicht die einzige Sorge in diesen Tagen am Main. Die Art und Weise, wie das Team am Mittwochabend beim 0:3 gegen Bergamo binnen weniger Minuten die realistisch gute Chance aufs Weiterkommen in der Königsklasse wegwarf, hallt nach. Zahlreiche Einzelgespräche am Donnerstag und ein freier Freitag, um die Köpfe freizubekommen, folgten. „Wir haben nicht diese Widerstandsfähigkeit gezeigt, die wir uns gewünscht haben. Aber darum geht es halt jetzt, das wieder aufzubauen“, fordert Toppmöller.

Seine Hoffnungen ruhen auf den Führungsspielern. „Wir sind natürlich sehr froh, dass wir mit Rasmus Kristensen (fehlte gegen Bergamo aus privaten Gründen, Anm. de. Red.) auch wieder einen der emotionalen Anführer dabei haben. Das hat er oft genug schon bewiesen. Darum geht es zusammen mit Robin (Koch) und Arthur (Theate), dass diese Jungs jetzt natürlich auch vorneweg marschieren“, so Toppmöller.

Zehn Heimspiele in Rückstand

Während die ernüchternden Europapokalnächte als Stimmungskiller auf das Umfeld wirken, will sich Toppmöller davon nicht im Liga-Alltag beirren lassen: „Wir wussten auch, dass wir uns in der Champions League das ein oder andere Mal vielleicht doch eine blutige Nase holen. Das haben wir gemacht. Und weiter geht’s. Wir müssen uns kurz schütteln, aufstehen und nach vorne blicken. Wir sind seit fünf Spielen ungeschlagen und wollen diese Serie fortsetzen.“ Ob die kriselnden Wolfsburger, die acht der letzten neun Pflichtspiele verloren haben, das zulassen oder die Eintracht als Aufbaugegner dient, wird sich zeigen. Ein Lieblingsgegner sind die Wölfe definitiv nicht. In den jüngsten zehn Heimspielen gegen Wolfsburg geriet die Eintracht stets in Rückstand …

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