Zum kleinen Jubiläum erzielt Alexander Prass sein erstes Tor für die TSG und traut Hoffenheim die Qualifikation zur Champions League zu.
Traumtor im 50. Spiel
Es ist nicht unbedingt seine Kernkompetenz. Und als Linksfüßer auf der linken Seite kommt Alexander Prass auch nicht häufig in zentrale Abschlusssituationen. Aber wehe wenn. In Bremen jedenfalls traf der Österreicher den Ball perfekt und drosch die Kugel kurz vor der Pause aus gut 20 Metern zur Hoffenheimer Führung unhaltbar in den Winkel. Sein allererster Treffer im 50. Pflichtspiel für die Kraichgauer.
Prömel: „Wir haben uns alle sehr für Alex gefreut.“
„Ein sehr gutes Gefühl, besonders, weil es auch im 50. Spiel passiert ist“, freute sich Prass, „den treffe ich gut, ein Traumtor, kann man so sagen, glaube ich. Ich dachte vorher schon, dass ich vielleicht den Ball kriege auf meinen freien Fuß. Andrej Kramaric legt ihn perfekt ab, da hatte ich schon im Kopf, ich schieße jetzt einfach mal, hat ganz gut geklappt.“
TSG auch in Unterzahl stabil
Auch ein persönlicher Höhepunkt für den 24-Jährigen, der bis zur Winterpause eher im Schatten des Shootingstars Bazoumana Touré gestanden hatte. Doch dessen Abwesenheit beim Afrika Cup nutzte Prass eindrucksvoll und hat sich auf der linken Offensivseite auch aufgrund seiner Defensivqualitäten zuletzt festspielt. „Wir haben uns alle sehr für Alex gefreut“, versicherte auch Grischa Prömel, der mit seinem Treffer kurz nach dem Platzverweis gegen Wouter Burger für das vorentscheidende 2:0 gesorgt hatte, „es ist unglaublich, was er für eine Intensität und Laufbereitschaft in den vergangenen Wochen auf den Platz bringt. Das zeichnet ihn aus und uns als Mannschaft.“
Champions League im Visier
Auch die lange Zeit in Unterzahl brachte die defensiv erstaunlich stabile TSG unbeschadet über die Zeit. „Wir sind sehr oft zum richtigen Moment an der richtigen Stelle, das kommt mit der Energie, die wir auf den Platz bringen, das verdienen wir uns“, beteuert Prass, der seit der Winterpause einen noch engeren Schulterschluss im gesamten Kader wahrnimmt, „wir haben den guten Schwung mitgenommen, ein gutes Trainingslager gehabt, uns neu eingeschworen und die richtigen Ziele gesetzt. Wir sind wieder ein Stückchen näher zusammengerückt, das trägt Früchte.“
Und könnte am Ende sogar in Europas Königsklasse führen. „Wir müssen einfach so weitermachen und versuchen, jedes Spiel zu gewinnen, damit am Ende im besten Fall so was wie Champions League dabei rausschauen könnte. Das ist mittlerweile auch allen bewusst“, betont Prass, „wir wissen, dass wir uns vor niemandem verstecken müssen.“

