Rüstet sich Mainz für den nächsten Abgang?

Der Wechsel von Jonathan Burkardt von Mainz 05 zu Eintracht Frankfurt scheint nur noch eine Frage der Ablöse-Höhe zu sein. Unterdessen wirft die Verpflichtung eines neuen Außenverteidigers die Frage auf, ob auch dort mit einem Abgang zu rechnen ist.

Bos erweitert die Möglichkeiten

Neuzugang Kasey Bos kommt mit dem Wechsel von Melbourne Victory der Erfüllung seines Traums immer näher. Er eifert seinem eineinhalb Jahre älteren Bruder Jordan Bos nach, der seit 2023 bei KVC Westerlo in Belgien spielt und im Nationalteam von Australien 19 Einsätze absolviert hat. Kasey Bos wurde zuletzt erstmals für die A-Nationalmannschaft nominiert, ist aber noch ohne Einsatz.

Bei der letzten Vertragsverlängerung in Melbourne im Februar hatte sich der 21-Jährige eine Europa-Klausel einbauen lassen, die Ablöse für einen Wechsel dorthin wurde auf 500.000 Euro festgeschrieben. Ende der vergangenen Woche unterzeichnete der Linksverteidiger bei Mainz 05 einen Vierjahresvertrag.

Ein Verkauf von Caci wäre in diesem Sommer möglich

Der Unterschied zwischen der australischen Profiliga und der Bundesliga ist groß, doch in Mainz ist man überzeugt, dass Bos den Sprung schaffen kann. Mittelfristig kommt er damit als Backup für Phillipp Mwene infrage, der in der Saison 2024/25 gleich 32-mal in der Startelf stand. Als Vertreter für Mwene fungierten Nikolas Veratschnig und Silvan Widmer, die eigentlich auf der rechten Seite zu Hause sind. Durch die Verpflichtung von Bos hat Trainer Bo Henriksen nun einen Linksfüßer als Alternative.

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Als Rechtsverteidiger war in der Spielzeit 2024/25 Anthony Caci gesetzt, der 33 Startelfeinsätze aufwies. Der Franzose steuerte ein Tor und sieben Vorlagen zum Erfolg von Mainz 05 bei, was ihn neben seiner Spielweise auch für zahlungskräftige Vereine aus England und Frankreich interessant macht. Ein Jahr vor Vertragsende wäre es für Mainz 05 wohl die letzte Gelegenheit, den knapp 28-Jährigen für eine attraktive Ablösesumme zu verkaufen. Konkrete Angebote sind aber noch nicht bekannt.

Sollte Caci bleiben, stellt sich die Frage, ob es für einen anderen Außenverteidiger Sinn ergeben würde, den Verein zu wechseln. Widmer muss in der Saison vor der WM 2026 um seine Position in der Schweizer Nationalmannschaft bangen, da er beim FSV in der vergangenen Saison häufig nur Ersatz war. Bei 27 Einsätzen stand er nur noch dreimal in der Startelf. Auch der Vertrag des 32-Jährigen läuft noch ein Jahr.

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