Wieso ist Boniface nicht fit? Thiounes Andeutung im „mentalen Bereich“

Wer soll für Tore sorgen beim SV Werder Bremen? Victor Boniface ist es weiter nicht. Daniel Thioune spricht einmal mehr über dessen Probleme – und seine Optionen in Köln.

Musah als Werder-Startelfkandidat

Gefragt wurde Daniel Thioune letztlich nach jedem einzelnen seiner zur Verfügung stehenden zentralen Angreifer, und der Trainer des SV Werder Bremen gestattete wie immer einen ausführlichen Einblick in die Personalien Jovan Milosevic, Salim Musah und Victor Boniface.

Eher beiläufig nur erwähnte der 51-Jährige hingegen, dass auch Justin Njinmah wieder ins Bremer Mannschaftstraining zurückkehrt, nachdem dieser unter der Woche eine Einheit aufgrund von Oberschenkelproblemen hatte abbrechen müssen.

Der 25-Jährige, der zuletzt zweimal in Serie im Sturmzentrum begann, werde daher auch eine „Option sein fürs Wochenende“ beim so wichtigen Auswärtsspiel am Sonntag (15.30 Uhr, LIVE! beim kicker) in Köln sein. Und da Njimah „in den letzten Wochen auch nicht so viel verkehrt gemacht hat“, so Thioune, gilt das zugleich auch für die Startelf.

Thioune über Musah: „Er will mehr“

Möglicherweise überrascht der Coach aber erstmals auch mit jenem Stürmer von Beginn an, der spätestens seit seinem ersten Bundesligator zuletzt gegen Leipzig in vieler Munde ist: „Salim Musah ist ein Startelfkandidat“, betonte Thioune.

Dieses Standing habe sich der 20-Jährige aus der U 23 in seinen drei bisherigen Einsätzen verdient: „Er will mehr. Er zieht dran. Und das ist ja das, was ich von jungen Spielern auch erwarte“, meinte Thioune, wies zugleich aber auch auf die bestehende Drucksituation in Köln hin: „Wir dürfen dann auch nicht zu viel erwarten.“

Noch nicht wieder für einen Startelfeinsatz infrage kommt indes Milosevic nach seiner wochenlangen Zwangspause aufgrund von Rückenproblemen, wie Thioune erklärte: „Jovan hat einiges an Rückstand. Die 15 Minuten, die wir ihm gegen Leipzig gegeben haben, waren auch das Maximale. Er war sehr müde danach.“ Die Rolle als Joker erscheint erneut am realistischsten.

Boniface? „Der Zeitpunkt ist zu früh“

Eine solche hatte der Werder-Coach ja auch Boniface vor einer Woche bereits in Aussicht gestellt. Wäre das also schon für die Partie in Köln eine Option? Noch soll der Nigerianer weiter über das Mannschaftstraining herangeführt werden – mehr nicht.

„Der Zeitpunkt ist zu früh, weil er noch nicht in der körperlichen Verfassung ist“, bekräftigte Thioune – außer aufgrund weiterer Ausfälle würde noch kurzfristig ein Kaderplatz frei: „Aber in einer normalen Welt sind wir noch ein paar Tage zu früh dran und ich würde ausschließen, dass Victor mit in den Bus nach Köln steigt.“

Der Fitnesszustand des 25-Jährigen bleibt indes Thema am Osterdeich: Wieso ist Boniface mit derart viel Übergewicht aus der Reha in Leverkusen zurückgekehrt? Thioune räumte ein, dass er sich auch seine Gedanken dazu gemacht habe: „Ich will dann immer wissen, was sind die Hintergründe? Warum lässt ein Mensch es zu, dass sein Zustand aktuell nicht dem eines Leistungssportlers entspricht?“

Thioune signalisiert Akzeptanz und Schutz

Weiß er also mehr als die Öffentlichkeit? Offensichtlich. Er besitze eben schon ein paar Informationen darüber, „warum es so gekommen ist, wie es gekommen ist“, betonte er – ohne in die Tiefe gehen zu wollen: „Und deswegen genießt Victor unseren Schutz, meinen Schutz.“ Zugleich gelte es aber auch, die Mannschaft zu schützen, sprich: Solange Boniface nicht spielfähig ist, wird er auch nicht in den Kader zurückkehren.

Thioune verspüre statt „Blaming oder Schuldzuweisungen“ gegenüber dem Angreifer mittlerweile jedenfalls eine „gewisse Akzeptanz“ für den körperlichen Zustand – und deutete zumindest an, dass Boniface aus einer für ihn durchaus schwierigen Zeit kommt.

„Dann macht das schon was mit der Psyche“

„Wenn man als junger Spieler, der noch sehr viel von dieser Welt sehen will und der sehr erfolgreich war in der Vergangenheit, von einem Arzt gesagt bekommt, dass er in den nächsten Monaten keinen Fußball spielen wird“, so der Werder-Coach, „dann macht das schon was mit der Psyche, im mentalen Bereich.“

Vor diesem Hintergrund seien dann „einige Dinge“ leichter für Thioune zu erklären – viel mehr solle man dann wiederum auch nicht hineininterpretieren, so die Bitte des Trainers. Die Frage bleibt nun nur: Wird Boniface angesichts dieser Problematik tatsächlich noch mal zu einer Alternative im Abstiegskampf?

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