Abraha wandelt bei der TSG auf Süles Spuren

Im Sommer 2025 war Juniorennationalspieler Natnael Abraha (18) aus dem Nachwuchs von Eintracht Frankfurt nach Hoffenheim gewechselt. Am Samstag feierte das Talent sein Bundesligadebüt und folgt damit dem Weg eines berühmten Vorgängers.

Nächstes Frankfurter Talent

Fünf Jahre alt war Natnael Abraha, als Hoffenheims blutjunges Talent Niklas Süle im Mai 2013 seinen ersten Auftritt in der Bundesliga hatte. Mit seinerzeit erst 17 Jahren und acht Monaten war der berühmte Vorgänger sogar noch ein knappes Jahr früher dran als der 18-Jährige am Samstag. Beide verloren ihr Debüt mit der TSG, Süle damals 1:4 gegen den HSV, Abraha am Samstag 0:2 in Bremen.

Auch der Werdegang verbindet die beiden Karrierewege. Wie Süle wurde auch Abraha in Frankfurt am Main geboren. Wie Süle hatte auch der Spross einer aus Äthiopien stammenden Familie zunächst im Nachwuchs von Eintracht Frankfurt gekickt, wie Süle die Hessen aber Richtung Hoffenheim verlassen. Süle damals über einen zuvor abgesprochenen kurzen Zwischenstopp in Darmstadt, Abraha direkt.

Die im Kraichgau höhere Durchlässigkeit soll beide Talente zu dem Schritt motiviert und nun auch bestätigt haben. Im ersten Jahr nach seinem Wechsel hatte Abraha mit der Hoffenheimer U 19 mit der deutschen Meisterschaft gleich den ersten großen Erfolg gefeiert, hatte prompt die Saisonvorbereitung mit den Profis absolvieren dürfen und dabei derart überzeugt, dass ihn die TSG mit einem neuen Vertrag gleich bis 2031 ausstattete. Nach einem Kurzeinsatz im Pokal hatte Trainer Christian Ilzer das Talent zuvor zweimal in den Spieltagskader berufen, in Bremen folgte nach Valentin Gendreys Wadenbeinbruch und Vladimir Coufals Muskelproblemen gleich das Startelfdebüt.

„Ich bin stolz auf Natnael Abraha, wie er sein Debüt gemeistert hat.“ (Christian Ilzer)

Und während Süle damals mit der kicker-Note 4,5 gestartet war, zeigte Abraha (Note 3) gleich eine ansprechende Leistung und konnte sein Potenzial durchaus andeuten. Vor allem in Ballbesitz fiel dieser feine und technisch beschlagene Fußballer mit gelungenen Pässen, Flanken und Dribblings auch in schwierigen Situationen positiv auf, verzeichnete aber auch mal einen Fehlpass oder einen unnötigen Ballverlust. Auch defensiv zeigte Abraha durchaus Wirkung im Zweikampf und mit Balleroberungen, bescherte aber auch Niclas Füllkrug nach einem Kopfball-Querschläger im eigenen Strafraum die erste Chance. Insgesamt war das aber ein gelungener und vielversprechender erster Auftritt.

„Ich bin stolz auf meine Mannschaft und stolz auf Natnael Abraha, wie er sein Debüt gemeistert hat in diesem vollen Stadion, da muss ich sagen: Respekt. Das sind Dinge, an denen werden wir uns hochziehen“, betonte Ilzer nach der Niederlage seines arg dezimierten Aufgebotes.

„Wir haben jetzt keine einfache Situation, die wollen wir aber nicht bejammern oder beklagen. Mir ist nicht bange um mein Team. Uns fehlen die letzten Prozente im Entscheidungstreffen und im Abschluss, das müssen wir uns beinhart erarbeiten“, so der Trainer. Mit Abraha fortan in einer bedeutenderen Rolle.

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