Adidas-Boom, El-Mala-Effekt, Eigenvermarktung: Der FC erwartet ein Rekordergebnis

Der 1. FC Köln setzt in der Vermarktung auf Eigenregie. Geschäftsführer Philipp Liesenfeld zieht eine positive Zwischenbilanz – und will bei der Mitgliederversammlung 2027 ein Rekordergebnis vorlegen.

Neuausrichtung zahlt sich aus

Der 1. FC Köln trägt seit dieser Saison wieder drei Streifen. Und der Sprung, den es mit dem Ausrüsterwechsel von Hummel zu Adidas gab, habe schon jetzt „die Erwartungen übertroffen“, zog FC-Geschäftsführer Philipp Liesenfeld in einem Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger eine erste Bilanz. „Die Partnerschaft ist strategisch wichtig, weil sie uns nach vorne bringt“, sagte er und wurde konkret: „Bei Teamwear und Kollektionsteilen liegen wir 40 Prozent über dem Vorjahr. Dazu kommen Produkte wie der Samba, Jacken und die Retro-Teile, die besonders gut ankamen.“

El-Mala-Trikots sind der Renner

Bei den Trikots ist Said El Mala ein wichtiger Verkaufsfaktor. Der Name des 20-Jährigen stehe auf deutlich mehr als der Hälfte aller Trikots, die mit einem Spielernamen gekauft werden, erklärte Liesenfeld. „Wir sind glücklich, einen Spieler im Kader zu haben, mit dem sich die Menschen so sehr identifizieren können. Die Verkaufszahlen nach seiner Vertragsverlängerung und der Vergabe der Nummer 10 sind eine logische Konsequenz dieser Begeisterung.“

Dass sich die Wahrnehmung durch die Nationalmannschaftsberufung und die Nummer 10 in Köln verändert hat, bezeichnete Liesenfeld als „vollkommen normal“. Der Klub habe diesen besonderen Moment angemessen begleiten wollen. Sorgen bereitet ihm der Rummel um El Mala nicht: „Der Junge geht gut mit der Aufmerksamkeit um, das hat er schon in der vergangenen Saison gezeigt.“

Die Kritik, der Verein hätte El Mala zu stark in Szene gesetzt, „hören wir uns an, aber wenn ich beobachte, wie fokussiert er auftritt und trainiert, spricht nichts dafür, dass die Öffentlichkeit geschadet hat“, meinte Liesenfeld.

Liesenfeld kündigt „ein Rekordergebnis“ an

Der 40-Jährige ist seit Mai 2025 Geschäftsführer beim 1. FC Köln, im Sommer 2025 begann der Verein die Eigenvermarktung, die zuvor der externe Vermarkter Infront erledigt hatte. „In diesem Sommer stand dann die erste echte Vermarktungsphase im neuen Konstrukt an, und das Ergebnis war ein großer Erfolg“, berichtete Liesenfeld und bilanzierte: Wir haben neue Sponsoren dazugewonnen, mit wichtigen Partnern verlängert und gehen nun gut aufgestellt in die Gespräche zu großen Verträgen, die in der nächsten Zeit anstehen.“

Die Provision des externen Vermarkters entfällt, dafür muss der Klub selbst wachsen. Das Ergebnis des Sommers will Liesenfeld bei der Mitgliederversammlung 2027 präsentieren. Vorab kündigte er an: „Es wird ein Rekordergebnis sein.“ Dass der Schritt richtig war, begründet er damit, dass die Menschen, die den Klub vermarkten, im FC verankert sind und seine Besonderheiten kennen.

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