„Beste Saisonleistung“ reicht Freiburg nicht: „Habe eine innerliche Wut“

Julian Schusters Gefühle schwankten nach dem 2:2 gegen Leverkusen zwischen Stolz und Enttäuschung. Der SC-Trainer war sich sicher, dass die Partie trotz des späten Ausgleichs für den Saisonendspurt hilft.

Schuster hebt das Pressing hervor

Hätte den Freiburgern vor dem Heimspiel gegen Leverkusen jemand erklärt, dass sie nach einem 2:2 große Enttäuschung verspüren, hätten es wohl nur die wenigstens geglaubt. Doch eben genau das trat ein – und das lag vor allem an der eigenen Leistung. Die Breisgauer betrieben einen hohen Aufwand, kassierten dann aber noch zwei späte Gegentreffer. „Ich habe noch so eine innerliche Wut. Wir haben es uns heute so verdient, so geackert, so viel getan, um heute hier drei Punkte zu lassen“, so Vincezo Grifo am DAZN-Mikrofon.

Vor allem von der eigenen Defensivarbeit schwärmten die Protagonisten: Der Sport-Club ließ nur zwei große Chance zu, die die Werkself eiskalt nutzte. Unter anderem hob Julian Schuster die Höhe der verschiedenen Pressinglinien hervor. Die Höhe variierte phasenweise: Leverkusen sah sich Angriffs-, Mittelfeldpressing und auch einem tiefen Block ausgesetzt. „Diese Mischung hinzubekommen, war sehr, sehr reif. Es war sehr viel Kommunikation, sehr viel Leben, lauter Argumente, die zum Sieg eben grundsätzlich reichen. Heute aber nicht“, erklärte der Coach.

Dementsprechend sprach Grifo von zwei verlorenen Punkten im Rennen um die Champions-League-Qualifikation. Der Vorsprung auf den ärgsten Verfolger Dortmund schrumpfte auf einen Zähler. „Jetzt haben wir Holstein Kiel und da wollen wir probieren, alles reinzuwerfen, dass wir da möglichst viele Punkte holen. Dann haben wir das Endspiel hier gegen Frankfurt“, erläuterte der Italiener.

„In drei Tagen wird es uns helfen, heute so gespielt zu haben.“ (Julian Schuster)

Trotz des Remis, das sich wie eine Niederlage anfühlte, dürfte der Auftritt für die beiden kommenden Aufgaben Selbstvertrauen geben. „Das war unsere beste Saisonleistung. In drei Tagen wird es uns helfen, heute so gespielt zu haben“, so Schuster. Sollten seine Spieler diese gegen Kiel bestätigen und sich diesmal mit drei Zähler belohnen, würde Freiburg nächstes Jahr definitiv international spielen: Durch das 1:1 von Mainz gegen Frankfurt am Sonntagabend beträgt der Abstand zu Platz sieben vier Punkte.

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