Ihn wollte Werder Bremen in diesem Sommer zu Geld machen, genau das ist jetzt geschehen: Verteidiger Karim Coulibaly wechselt in die Ligue 1 zu Racing Straßburg und beschert dem Bundesligisten mindestens 20 Millionen Euro.
Nächster Millionen-Abgang
Werder Bremen verzeichnet nach den Abgängen von Mio Backhaus (Freiburg) und Romano Schmid (Frosinone) den nächsten millionenschweren Verkauf. Am Freitag gab der Bundesligist den Abgang von Innenverteidiger Karim Coulibaly zu Racing Straßburg in die Ligue 1 bekannt.
Werder kassiert nach kicker-Informationen 20 Millionen Euro als Ablöse, dazu hat sich der SVW eine Weiterverkaufsbeteiligung in Höhe von zehn Prozent gesichert.
„Karim ist ein Paradebeispiel für unseren eingeschlagenen Weg, junge, entwicklungsfähige Spieler zu verpflichten und mit ihnen Werte zu schaffen“, sagt Geschäftsführer Clemens Fritz. „Er hat seine Chance bei uns vorbildlich genutzt und sich zu einem Stammspieler in der Bundesliga entwickelt. Auch wenn uns sein Abschied sportlich schwerfällt, nehmen wir durch das lukrative Angebot unsere wirtschaftliche Verantwortung wahr.“
Auf Sicht könnte Coulibalys Weg in die Premier League führen
Der 19-jährige gebürtige Oldenburger mit ivorischen Wurzeln wechselte 2024 aus dem Nachwuchs des Hamburger SV an die Weser und schaffte zu Beginn der abgelaufenen Saison den Durchbruch in der Bundesliga. Der Youngster absolvierte insgesamt 27 Spiele für den SVW, erzielte einen Treffer und kam auf einen kicker-Notenschnitt von 3,71.
Mit seinen Leistungen machte der Linksfuß schnell auf sich aufmerksam, ein Abschied in diesem Sommer war während der Saison bereits abzusehen. „Als ich vor zwei Jahren zu Werder wechselte, haben mir die Verantwortlichen einen klaren Weg aufgezeigt, der sich zu 100 Prozent erfüllte“, sagt Coulibaly. Nun geht er seinen nächsten Schritt in Frankreich. Zwar gilt der Vertrag dort bis 2031, auf Sicht könnte sein Weg allerdings in die Premier League führen.
Denn Racing Straßburg gehört der gleichen Investmentgruppe an wie der FC Chelsea, das US-amerikanische Konsortium „BlueCo“ (geführt von Todd Boehly) hat den Klub im Juni 2023 übernommen. Seither wechselten mehrere Spieler zwischen beiden Klubs hin und her.

