Harry Kane ist vor dem Bundesliga-Topspiel für den Gewinn des Ballon d’Or nicht nur auf dem Rasen der Allianz-Arena geehrt worden. Die Pfiffe aus dem Dortmunder Block ließ Bayerns Vorstandsboss Christian Dreesen nicht unkommentiert.
Dreesen reagiert
Erstmals seit 1996 – damals Matthias Sammer – kommt der Gewinner des Ballon d’Or wieder aus der Bundesliga. Einen passenderen Rahmen als das Topspiel zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund hätte es für eine Ehrung vonseiten der Bundesliga für FCB-Torjäger Harry Kane nicht geben können.
Kane betrat kurz vor dem Anpfiff mit der goldenen Trophäe in der Hand unter dem Applaus der 75.000 Fans den Platz. „Ich bin extrem stolz, ein Spieler des FC Bayern zu sein. Ich hoffe, dass wir zusammen noch mehr Trophäen gewinnen“, sagte Kane, der vor einer Vertragsverlängerung steht. Es sei „das Größte, was uns als Klub passieren kann“, ergänzte Vorstandsboss Jan-Christian Dreesen.
Kane gegen BVB mit besonderem Schuh
Im Mittelkreis war ein spezielles Kane-Banner ausgelegt, auf dem in goldenen Buchstaben das Wort „Winner“ stand. Bei der Ehrung auf dem Platz waren auch Kanes Ehefrau Katie und dessen vier Kinder anwesend. Von Präsident Herbert Hainer gab es einen Blumenstrauß. Das Spiel bestritt Kane anschließend mit einem besonderen Fußballschuh mit goldener Sohle. Und auf der Rückseite standen die Namen seiner vier Kinder.
Auch rund neun Kilometer entfernt war der treffsichere Engländer präsent, überlebensgroß sogar. Kane, der erste Ballon-d’Or-Gewinner des FC Bayern seit Karl-Heinz Rummenigge 1981, strahlte in Form einer XXL-Projektion vom Münchner Olympiaturm, dem höchsten Gebäude der Stadt.
Misstöne kamen indes aus dem Gästeblock, die Dortmunder pfiffen während der Zeremonie unüberhörbar. Dreesen reagierte auf dem Platz süffisant: „Nach 45 Jahren hat Harry mal wieder den Ballon d’Or für Bayern gewonnen. Das ist das Größte, was dir als Klub passieren kann. Und dafür hat er den Fans Danke gesagt – auch den Dortmundern.“

