Mit Schnellbacher und göttlichem Beistand

Die Fans von Aufsteiger Elversberg proben in der Kirche für die Bundesliga-Premiere. Urgestein Luca Schnellbacher ist eine Option für die Startelf. Kapitän Lukas Pinckert kehrt nach Rotsperre zurück.

Elversberg ist heiß auf Leverkusen

Um vor der heiß ersehnten Premiere in der Bundesliga nichts dem Zufall zu überlassen, haben Elversbergs Fans in einem Gottesdienst mit Fahnen und Fangesängen sogar göttlichen Beistand erbeten. Trainer Vincent Wagner verlässt sich lieber auf sein Personal, kann zum Auftakt gegen Bayer Leverkusen am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) wieder auf seinen beim 3:1-Sieg im DFB-Pokal beim MSV Duisburg noch rotgesperrten Kapitän Lukas Pinckert zurückgreifen. Für ihn wird wohl Florian Le Joncour seinen Platz in der Innenverteidigung räumen müssen.

Auch die meisten anderen Startelfplätze sind bereits vergeben. Im Sturm hat das DFB-Pokal-Spiel die Karten allerdings neu gemischt. In Duisburg hatte Vizekapitän Luca Schnellbacher überraschend den Vorzug vor dem zuvor erkälteten David Mokwa erhalten – und abgeliefert.

Der 32-Jährige hatte die SVE gleich mit seiner ersten Chance souverän in Führung gebracht und mit einer cleveren Kopfballverlängerung genau in Cole Campbells Lauf auch das 2:0 beinahe vorbereitet, hätte der US-Amerikaner nicht freistehend verzogen. Zudem organisierte Schnellbacher das Angriffspressing, half auch in der Defensive und konnte seinen Startelfeinsatz mehr als rechtfertigen.

Futkeu und Mokwa sind Optionen im Angriff

Da Neuzugang Noel Futkeu, Leihgabe von Eintracht Frankfurt, bis zum Spiel am Samstag noch einige Trainingseinheiten nutzen kann, um sich mit dem System und den Laufwegen seines neuen Teams vertraut zu machen, könnte auch er neben dem genesenen Mokwa gegen Leverkusen eine Option sein. Trainer Wagner hat also die Qual der Wahl und zudem mit Routinier Luca Pfeiffer, der gegen Duisburg gar nicht im Kader stand, noch den einzigen Spieler mit nennenswerter Bundesliga-Erfahrung in der Hinterhand.

Auch auf der Spielmacherposition ist die Entscheidung zwischen dem zuletzt gesetzten Noah Darvich und Leverkusens Leihspieler Francis Onyeka noch nicht final gefallen. Seine Ambitionen, gegen seinen Stammverein zu beginnen, hatte Oneyka in Duisburg mit seinem Doppelpack eindrucksvoll untermauert. Beim letzten Aufeinandertreffen zwischen Bayer und Elversberg vor rund zwei Jahren im Pokal stand Onyeka noch für die Werkself auf dem Platz und konnte einen klaren 3:0-Sieg feiern.

„Das Spiel war nach zehn Minuten schon entschieden, weil wir den Start komplett verpennt hatten, das darf uns nicht noch mal passieren“, warnt Schnellbacher eindringlich und hofft insgeheim, die Sensation der vorletzten Begegnung, bei der er auch selbst einmal traf, wiederholen zu können: „Vor vier Jahren haben wir Leverkusen mit 4:3 aus dem Pokal geworfen. So ein Fest wollen wir zum Auftakt gerne wieder feiern.“ Die dazu passenden Lieder und das Fahnenschwenken haben die Fans im Gottesdienst zumindest schon mal geprobt.

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