Bei Schalke 04 herrscht noch einiges an Ungewissheit bei der personellen Besetzung des Angriffs in der nächsten Saison. Mit dem Zugang Junior Adamu aus Freiburg stellt sich der Bundesliga-Aufsteiger breiter auf.
Angebote für Sylla?
Edin Dzeko? Erst nach der Weltmeisterschaft wird sich entscheiden, ob der bosnische Nationalspieler das Angebot zur Vertragsverlängerung annimmt. Moussa Sylla? Gehört auch in diesem Sommer wieder zu den Abschiedskandidaten. Es sind zwei dicke Fragezeichen in der Kaderplanung, was den Angriff angeht, weshalb die Verpflichtung von Junior Adamu vom SC Freiburg auch eine gewisse Absicherung bedeutet. Mit dem Stürmer stellt sich Schalke 04 im Angriff breiter auf – und muss dafür finanziell nicht mal tief in die Tasche greifen. Die Basisablöse liegt bei knapp unter einer Million Euro. Mit den realistisch zu erreichenden Boni kann sich das Volumen auf 1,5 Millionen Euro erhöhen.
Viel Spielpraxis und eine Menge Tore bringt der neunmalige Nationalspieler Österreichs, auf Schalke mit einem Vertrag bis 2029 ausgestattet, als Empfehlung nicht mit. Für Freiburg kam er in der Spielzeit 2025/26 auf nur neun Bundesligaeinsätze mit einem Tor, ehe er sich Anfang Februar auf Leihbasis Celtic Glasgow anschloss und bei vier Ligaeinsätzen ohne einen Treffer blieb. Gleichwohl schwingt bei der Adamu-Verpflichtung auf Schalker Seite die Hoffnung mit, dass der 25-Jährige im neuen Umfeld aufblüht und auch als Torschütze an seine stärkste Saison damals bei Red Bull Salzburg anschließt: In der Spielzeit 2022/23 gelangen ihm sieben Tore in 19 Spielen.
Sylla nahm im Schlussspurt noch mal Fahrt auf
Vor allem aber ist Adamu einer, der grundsätzlich zur Spielidee von Trainer Miron Muslic passt. Der Bundesliga-Aufsteiger suchte nach einem Mann vorn für das aggressive Pressing, das der Coach auch eine Etage höher im Oberhaus spielen lassen möchte. Es fordert von einem Stürmer ein hohes Laufpensum und Intensität. Im Umschalten soll mit den Laufwegen die Tiefe gesucht werden. „Junior ist ein Teamplayer, der seine Stärken auf mehreren Offensivpositionen und in unterschiedlichen Spielsystemen zeigen kann“, erklärt Youri Mulder, Schalkes Direktor Profifußball.
Nur wer wird in der nächsten Saison außer Adamu noch zur Besetzung im Angriff gehören? Bei Dzeko heißt es, Geduld zu haben, bis die Entscheidung steht. Bei Sylla läuft es auf ein Warten aufs passende Angebot hinaus.
In den Schlusswochen der Saison nahm Sylla noch einmal Fahrt auf und war maßgeblich beteiligt, dass die Schalker ihre Aufstiegsträume in die Tat umsetzen konnten. Am Ende standen sieben Tore und fünf Assists bei 30 Ligaeinsätzen in der Scorerbilanz des 26-Jährigen. Der Stürmer (Vertrag bis 2028) stand schon in den vorangegangenen Transferperioden vor dem Absprung. Gut für Schalke: Syllas Marktwert dürfte durch den Aufschwung im Aufstiegsfinale noch mal etwas gestiegen sein.

