So plant Seoane Gladbachs fünften Streich

Gladbach war in den vergangenen Wochen in der Fremde nicht zu bezwingen. Daran soll sich auch am Sonntag im Spiel beim FC St. Pauli nichts ändern.

Setzen die Borussen bei St. Pauli ihre Auswärtsserie fort?

Stuttgart, Union Berlin, Heidenheim und Bremen. In dieser Reihenfolge wurden die Gegner seit Anfang Februar geschlagen. Am Sonntag soll der fünfte Streich folgen. Beim FC St. Pauli will die Mannschaft von Trainer Gerardo Seoane die Auswärtsserie fortsetzen und die gute Ausgangsposition im Kampf um einen Platz im internationalen Geschäft wahren.

„Die gute Ausgangslage, die wir uns erspielt haben, gibt der Mannschaft Energie. Ich erlebe die Mannschaft sehr hungrig, sehr willig und mit einer hohen Bereitschaft, um das Maximum aus unseren Möglichkeiten herauszuholen“, sagte Seoane am Freitag. „Je besser unsere Platzierung, desto mehr freut sich jeder. Allerdings bringt es uns letztendlich nichts, wenn wir träumen, aber das Tun vermissen lassen. Und das Tun ist am Sonntag um halb Vier auf dem Platz.“

Zuletzt gelang das Tun hervorragend, vor allem in der Fremde. Mit dem Rückenwind der vier Auswärtssiege hintereinander fahren die Borussen in die Hansestadt. Es werde erneut darum gehen, „die Basics auf den Platz zu bringen“, forderte der VfL-Coach, „die defensive Kompaktheit, das Zusammenarbeiten, vor allem auch nach hinten, diese Opferbereitschaft für die Mitspieler und die Mannschaft. Das ist ein Basispunkt. Aber genauso, dass wir mutig spielen und unsere Balleroberungen in schnelle Umschaltsituationen ummünzen. Und dass wir versuchen, Spielanteile an uns zu reißen, damit wir längere Ballbesitzphasen haben.“ Dies sei bei steigenden Temperaturen ein Faktor, dem man Beachtung schenken sollte, glaubt Seoane. „Wenn es Richtung Sommer geht, ist es wichtig, das Spiel mehr kontrollieren zu können.“

Sander fehlt am Sonntag, Kleindienst wieder ein Faktor

Philipp Sander, dessen Blutwerte nach der Erkrankung weiter keinen Leistungssport zulassen, wird fehlen am Sonntag. Dafür ist der Top-Torjäger zurück: Nationalspieler Tim Kleindienst hat seine Gelb-Rot-Sperre abgesessen. „Wir wissen alle, wie wichtig Tim für unser Spiel ist. Viel wichtiger war aber, dass wir ohne Tim gegen Leipzig gut performt haben und das Vakuum füllen konnten“, sagte Seoane. Dass der Trainer dennoch lieber mit einem Kleindienst in der Startelf planen kann als ohne, versteht sich von selbst. Seoane: „Tim hat einen hohen Prozentsatz an Torgarantie. Er gibt uns auch mit seiner Energie und Robustheit im Spiel ein anderes Profil als in der vergangenen Woche mit Tomas Cvancara vorne drin. Tim hat gerade bei hohen Bällen, bei den Standards offensiv wie defensiv, eine ganz andere Präsenz.“

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