RB Leipzig schlägt am Deadline Day noch einmal auf dem Transfermarkt zu. Von der AS Rom kommt WM-Fahrer Neil El Ayanoui zu den Sachsen – und soll eine Soforthilfe darstellen.
Neuzugang von der AS Rom
Auch bei RB Leipzig tut sich noch einiges am Deadline Day. Während Conrad Harder den Verein per Leihe nach Straßburg verlassen hat und El Chadaille Bitshiabu vor einer Ausleihe zu Galatasaray Istanbul steht, haben die Sachsen am Vormittag bereits Marc Guiu vom FC Chelsea verpflichtet – und ein weiterer durchaus hochkarätiger Transfer folgte am Abend.
Wie der kicker bereits berichtete, einigte sich der Bundesligist mit der AS Rom auf eine Leihe des marokkanischen Nationalspielers Neil El Aynaoui. Der 25-Jährige wird für ein Jahr ausgeliehen, die Gebühr dafür beträgt vier Millionen Euro. Im Anschluss kann RB den zentralen Mittelfeldspieler per Kaufoption für 25 Millionen Euro fest verpflichten. Durch die Verletzungen von Christoph Baumgartner und Assan Ouedraogo sah Leipzig noch Bedarf in der Zentrale. El Aynaoui ist dort nun – anders als Guiu – als Soforthilfe angedacht.
„Mit Neil El Aynaoui bekommen wir einen Spieler, der sehr gut zu unserem Profil und zu unserer Spielidee passt. Er bringt viel Laufstärke und Aggressivität mit, ist gegen den Ball sehr intensiv und kann gleichzeitig mit seiner Spielstärke für Dynamik und Lösungen im Mittelfeld sorgen. Er ist auf beiden Seiten des Balles präsent und kann große Räume bearbeiten“, beschreibt Marcel Schäfer die Stärken des Neuzugangs.
El Aynaoui war erst im vergangenen Sommer vom RC Lens in die italienische Hauptstadt gewechselt und absolvierte für die Giallorossi in der vergangenen Saison 25 Serie-A-Spiele. Sowohl beim Afrika-Cup als auch bei der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada gehörte er zum Stammpersonal der marokkanischen Nationalmannschaft. Bei beiden Turnieren stand er in allen Spielen in der Startelf, verpasste insgesamt nur sieben Minuten und zeigte ansprechende Leistungen.
Prominenter Vater mit Bundesliga-Erfahrung
Der 25 Jahre alte Mittelfeldspieler entstammt einer sportlichen Familie: Sein Vater Younes war einst ein Weltklasse-Tennisspieler, gewann insgesamt fünf ATP-Turniere und erreichte viermal ein Grand-Slam-Viertelfinale. 1992 verlor er in der 2. Runde des olympischen Tennisturniers gegen Boris Becker. Für den Erfurter TC Rot-Weiß spielte er in der deutschen Bundesliga. Sein Sohn wird es ihm nun wohl gleichtun – wenn auch in einer anderen Sportart.

