Die Ausgangsposition hat sich nicht unbedingt verbessert für den SV Werder Bremen – doch Amos Pieper gibt die Hoffnung auf Europa noch nicht auf. Dafür muss gegen Leipzig allerdings ein Sieg her.
Europa-Endspiel gegen Leipzig
Langsamen Schrittes ging Amos Pieper an dem Bildschirm im Pressekonferenzraum vorbei, der stets die aktuelle Bundesliga-Tabelle ausstrahlt: Der Verteidiger schaute noch mal ganz genau hin, wo der SV Werder Bremen aktuell steht, bevor er auf dem Podium Platz nahm: Rang acht, bei drei Punkten Rückstand auf die sechstplatzierten Leipziger – und einer um zwölf Treffer schlechteren Tordifferenz.
Dabei wäre eine bessere Ausgangsposition durchaus „möglich gewesen“, wie Pieper anmerkte, angesichts der 2:0-Führung beim Auswärtsspiel in Berlin – das schlussendlich allerdings noch 2:2 endete. Auch das 0:0 gegen St. Pauli nahm der 27-Jährige noch mit rein in seine Einschätzung der vergebenen Möglichkeiten: „Wir waren frustriert, die Fans waren frustriert – aber es ist, wie es ist …“
Pieper: „Die Chance ist noch da“
Die Wahrscheinlichkeit, in den zwei verbliebenen Spielen noch auf Rang sechs vorzurücken und sich somit für Europa zu qualifizieren, ist durch die zwei Unentschieden in Serie zumindest nicht größer geworden. „Wir haben es nicht mehr in der eigenen Hand“, sagte Pieper, erinnerte aber doch daran, „dass die Chance immer noch da ist – und die wollen wir nutzen“.
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Irgendwie habe sich bei ihm ja bereits das Gefühl breit gemacht, „dass die Saison in der öffentlichen Wahrnehmung schon vorbei ist“ – dass die Zeit gekommen sei, um vorzeitig „Bilanz zu ziehen: Es hat knapp nicht gereicht“, so Pieper: „Das ist ja völliger Quatsch.“
Endspiel? „Auf dem Papier ist es so“
Allerdings dürften die Bremer wohl zwei Siege benötigen, um tatsächlich noch ein Wörtchen um das internationale Geschäft mitzureden – angefangen mit der Partie am Samstagnachmittag (15.30 Uhr, LIVE! beim kicker) gegen RB Leipzig, einen direkten Konkurrenten. Dann am 34. Spieltag in Heidenheim.
Beim letzten Heimauftritt handelt es sich also durchaus um ein vorläufiges Endspiel. „Auf dem Papier ist es so, wenn es um Europa geht“, erklärte Pieper, ohne die Bedeutung jedoch künstlich erhöhen zu wollen: „Wir bleiben bei unseren Themen. Das Mindeste, was wir tun müssen, ist dieses Spiel zu gewinnen.“
Der Saisonendspurt als Kopfsache
Einen erhöhten Druck empfindet der Innenverteidiger dabei zwar nicht, doch insbesondere dem Kopf spricht Pieper eine besondere Bedeutung für den Saisonendspurt zu: „Das ist bestimmt so, weil die Saison vielen einiges abverlangt hat. Deswegen ist es umso wichtiger, darauf den Fokus zu legen – um auch körperlich die letzten Reserven zu mobilisieren.“

