Einige Akteure bei Union Berlin kommen auf nicht genügend Spielzeit und werden daher in ihrer Entwicklung ausgebremst. Eine Übersicht der Kandidaten, die bis Transferschluss noch gehen könnten.
30 Spieler im Aufgebot
An der öffentlichen Trainingseinheit am Mittwoch hatte er schon gar nicht mehr teilgenommen, aber am Vereinsgelände war er noch zu finden. Die Rede ist von Ilyas Ansah, der sich von seinen Mannschaftskollegen verabschiedet hatte, um sich dann Richtung England aufzumachen, um dort den Medizincheck bei Hull City zu absolvieren. Richtung Wochenende dürfte der Transfer von den Klubs offiziell verkündet werden.
Das Angebot des Premier-League-Aufsteigers konnten die Eisernen nicht ablehnen. Nach kicker-Informationen bekommen die Berliner insgesamt 21 Millionen Euro für den Stürmer, wobei 17 Millionen Euro sofort fließen werden. Ein neuer Rekordverkauf für den Klub. Ansah, der sich für vier Jahre an Hull City bindet, löst damit Taiwo Awoniyi ab, den es im Sommer 2022 für 20 Millionen Euro ebenso auf die Insel zu Nottingham Forest gezogen hatte.
Ogbemudia soll erneut verliehen werden
Zudem sind weitere Abgänge bis zum Ende der Transferperiode am 1. September (20 Uhr) sehr wahrscheinlich. Denn der Kader von Union ist mit insgesamt 30 Spielern noch deutlich zu groß für nur zwei Wettbewerbe. Viel zu viele Akteure, vor allem Jungspunde, kommen kaum auf ihre Einsatzzeiten und werden damit in ihrer Entwicklung gebremst. Wie zum Beispiel Oluwaseun Ogbemudia, der weiterhin noch nicht für die Profis aufgelaufen ist.
In der zurückliegenden Rückrunde hatte er beim Drittligisten Waldhof Mannheim in der Innenverteidigung überzeugt. Nach kicker-Informationen soll der 20-Jährige erneut verliehen werden, diesmal aber in die 2. Bundesliga. „Ich habe jetzt schon dritte Liga gespielt und habe gezeigt, dass ich das kann. Am meisten Sinn würde es machen, wenn ich noch einen Schritt höher gehe“, sagte er im Gespräch mit dem kicker. Die Konkurrenz für Ogbemudia bei Union ist einfach zu groß. Zudem stehen die Eisernen dem Vernehmen nach vor der Verpflichtung von Felix Uduokhai (Besiktas Istanbul). Es wäre ein weiterer Konkurrent für den Jungspund.
Skarke und Ljubicic sind Abgangskandidaten
Ein Gedränge herrscht nach dem Transfer von Michel Aebischer ebenso im zentralen Mittelfeld, wo sich fünf Akteure um die zwei Positionen auf der Doppelsechs streiten. Wenig Aussicht auf Spielzeit hat dabei Janik Haberer, der im Ranking hintendran ist und im Pokal noch nicht mal eingewechselt wurde. Daher ist der 32-Jährige genauso ein Abgangskandidat wie Tim Skarke und Marin Ljubicic.
Denn im Sturm muss Union auch noch aussieben. Nach dem Abgang Ansahs werden die Köpenicker nochmals tätig werden. Ljubicic, der zumindest als Joker glänzt, ist ein Kandidat für ein Leihgeschäft. Für Skarke, der in der Vorsaison nur 600 Minuten gespielt hat, dagegen sucht der Verein weiterhin einen Abnehmer.

