Beim VfB hat es nicht geklappt. Noch nicht. Aber in Bremen konnte Jovan Milosevic durchaus überzeugen. An diesem Sonntag kann der Leihstürmer in Stuttgart für sich und seine Zukunft werben.
Werder möchte den Leihstürmer gerne behalten
Fest vereinbart haben beide Seiten nichts. Aber es könnte sich die Gelegenheit ergeben, am Rande der sonntäglichen Partie erste Sondierungsgespräche zu führen. Thema: Jovan Milosevic, der seit Januar von Stuttgart an Bremen ausgeliehen ist und den Werder am liebsten auch über die laufende Saison hinaus gerne im grün-weißen Trikot des Nordklubs sehen würde.
Vor drei Jahren war der heute 20-Jährige von Vojvodina Novi Sad nach Stuttgart gekommen. Ein weitgehend unbekannter Name außerhalb Serbiens. Für rund 1,2 Millionen Euro und der Qualitätseinschätzung „Stürmer-Top-Talent“. Doch nach einem guten Start in der neuen Umgebung ging es für den Angreifer beim VfB abwärts ins Niemandsland der Kaderhierarchie. Die Konkurrenz im Lizenzspielerteam gab sich keine Blöße, die Plätze waren schnell vergeben. Und beim VfB II durfte der Serbe als Nicht-EU-Spieler keine Spielpraxis sammeln. Ein Teufelskreis aus hohen Erwartungen und minimalen Bewährungschancen.
Um ihm Spielpraxis zu ermöglichen, ging es zu anderen Klubs. Mit Erfolg. Über zwei positiv bewertete Leihzeiten beim FC St. Gallen und in seiner Heimat bei Partizan Belgrad kehrte Milosevic zurück nach Stuttgart. Aber wieder ohne echte die Perspektive, an Deniz Undav, Ermedin Demirovic und Co. vorbeikommen zu können. Dennoch gab und gibt es beim VfB Fürsprecher, die dem Serben den Durchbruch in der Erstklassigkeit zutrauen. Entsprechend verlängerte man den Kontrakt von 2027 bis 2029. In Bremen hat der Jungprofi die Annahme, das Zeug zu mehr zu haben, bestätigt. An der Weser bewies er sich als Zielspieler und Torschütze mit drei Toren in elf Partien.
Eine erneute Leihe steht im Raum
Werder will Milosevic, der zuletzt wegen Rückenproblemen ausfiel und jetzt gegen seinen Hauptarbeitgeber wieder zum Einsatz kommen soll, entsprechend gerne behalten. Die Wahrscheinlichkeit ist im Falle des Klassenerhalts auch gegeben. Allerdings weiterhin nur mit einer erneuten Leihvereinbarung. Einen Kauf dürften die Stuttgarter abermals ablehnen. Wie bereits im Winter, als Sportvorstand Fabian Wohlgemuth rigoros eine entsprechende Erwerbsoption abgelehnt hatte.

