Also doch: Union kauft Hoffenheims Nsoki

Im Bestreben, die „Altlasten“ abzuarbeiten und die Fraktion der Leihspieler auszudünnen, kommt die TSG 1899 Hoffenheim einen Schritt voran: Demnach steht der Franzose Stanley Nsoki vor einem Verkauf an Union Berlin.

Leihverteidiger bindet sich fest

Vier Jahre ist es mittlerweile her, als sich Hoffenheim mit Stanley Nsoki vermeintlich verstärkte. Der Innenverteidiger mit dem stärkeren linken Fuß sollte diese neuralgische Position in der Abwehrkette endlich stabilisieren, dafür blätterte die TSG immerhin zwölf Millionen Euro hin für den damals vom frischgebackenen belgischen Meister FC Brügge geholten Franzosen.

Blessuren und Patzer bremsten Nsoki

Doch Nsoki funktionierte ebenso wenig zuverlässig wie der ebenfalls zwölf Millionen Euro teure Flop Attila Szalai, der mittlerweile an Pogon Stettin verliehen ist. Zwar bringt Nsoki die deutlich besseren Anlagen mit, allerdings schaffte es der Phlegmatiker in Hoffenheim nicht, dauerhaft seine PS auf dem Platz zu bekommen. Entweder funkten Blessuren dazwischen, oder Nsoki stieß mit teils krassen Patzern das soeben Aufgebaute wieder um.

Im Sommer 2025 war dann Schluss für Nsoki im Kraichgau, der 1,84 Meter große Abwehrrecke wurde an Union Berlin verliehen. Auch war der 27-Jährige dort lange nicht zur Geltung gekommen, weil ihn eine Verletzung lange bremste. Erst ab Oktober sammelte Nsoki erste Einsätze, die sich in der zweiten Saisonhälfte immerhin auf insgesamt 13 Spiele addierten.

Ablöse soll bei 1,5 Millionen Euro liegen

Lange schien offen, ob das Gebotene Union genügen würde, um für Nsoki zu bieten. Auch der Trainerwechsel schürte zunächst Unklarheit. Nun aber sind sich nach kicker-Informationen beide Klubs einig. Demnach wird Nsoki ein Jahr vor Vertragsende die TSG final verlassen und Berlin noch eine Abstandszahlung von 1,5 Millionen Euro überweisen. Der Transfer steht unmittelbar vor dem Abschluss.

Damit wäre zumindest dieses Kapitel für die TSG beendet und der stattliche Tross von zuletzt 13 verliehenen Kandidaten initial ausgedünnt. Es dürften bald noch weitere Verkäufe und Leihen folgen.

So ist auch in den Fällen von Arthur Chaves (zuletzt Augsburg), Umut Tohumcu (zuletzt Kiel), Dennis Geiger (zuletzt FC Aberdeen), Hennes Behrens (zuletzt Heidenheim) oder Gift Orban (zuletzt Hellas Verona) davon auszugehen, dass sich deren Zukunft nicht in Hoffenheim liegt.

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