Der FC Bayern hat das erste von zwei Sommer-Trainingslagern bezogen. Am Tegernsee ist Trainer Vincent Kompany immer noch als Organisator gefragt.
Erstes Trainingslager für den Rekordmeister
Aus dem Trainingslager des FC Bayern am Tegernsee berichtet Mario Krischel
So richtig sommerlich will es in diesem Sommer noch nicht werden für den FC Bayern, der seit sieben Tagen wieder fleißig trainiert, aber halt noch arg dezimiert. Etliche WM-Fahrer steigen erst in dieser Woche, in der nächsten oder nach der Reise nach Südkorea und Hongkong ein, weshalb Trainer Vincent Kompany irgendwie als Coach und Organisator zugleich fungieren muss.
Welche Talente trainieren wann wo? Wer spielt wann für die zweite Mannschaft in der Regionalliga? Und wer darf sich weiter und vor allem wie lange im Profitraining beweisen, um nachhaltig auf sich aufmerksam zu machen?
Am Montag bezog der Rekordmeister sein Quartier in Rottach-Egern am Tegernsee, wo von Montag bis Donnerstag trainiert und zu guter Letzt gegen den ortsansässigen Kreisklassenklub gespielt wird. Eine dicke Wolkendecke begrüßte den deutschen Primus zum Start der zweiten Trainingswoche, immer wieder schlichen sich sogar Schauer ein. Das hielt über eintausend Fans nicht davon ab, mit Regenschirm und aufgeregt fotografierend zu erscheinen.
Mit Regenjacke und Cap behielt Kompany den Überblick über sein bunt durchgemischtes Aufgebot. Von den Profis sind weiterhin lediglich Tom Bischof, Sven Ulreich, Sacha Boey, Joao Palhinha, Bryan Zaragoza und Arijon Ibrahimovic dabei, ansonsten mischten sich allerlei Nachwuchskräfte unter.
Talente sollen „jede Minute nutzen“
Darunter auch Tim Binder, der bei der Testspielniederlage in Wiesbaden am Samstag mit frechen Dribblings auf sich aufmerksam gemacht hatte. „Jede Minute nutzen“, empfahl Kompany den hoffnungsvollen Talenten bereits am Samstag. „Nicht jeder schafft es, beim großen FC Bayern zu spielen. Aber es kann auch passieren, dass einer sich zeigt. Das wäre super für uns.“
Schon am Dienstag wird es auf dem Trainingsplatz prominenter zugehen. Dann steigen die meisten deutschen WM-Fahrer um Kapitän Manuel Neuer, Joshua Kimmich oder Neuzugang Nathaniel Brown ein. Jamal Musiala und Serge Gnabry arbeiten derweil weiterhin individuell an der Säbener Straße.

