Ilzers Schiri-Kritik: „Das ist mangelndes Fußballverständnis“

Am Schiedsrichter wollte Hoffenheims Trainer Christian Ilzer die 2:3-Niederlage gegen Dortmund nicht festmachen. Aber eine Schlüsselszene stieß bei dem Österreicher auf Unverständnis. Nachvollziehbar.

Die Szene vor Dortmunds 1:2 erhitzte die Gemüter

Zum zweiten Mal nacheinander saß Christian Ilzer auf dem Podium und musste eine Niederlage erklären, die eigentlich ein Sieg hätte werden können, ja müssen. „Es fühlt sich nicht gut an, nach zwei Runden mit null Punkten dazusitzen. Wir haben schon den einen oder anderen schmerzvollen Hieb mit auf die Reise gekriegt“, haderte der TSG-Trainer, „mir tun die Jungs leid, denn wir waren nach Köln sehr kritisch, sie haben die Kritik gut angenommen. Wie sie diese Dinge umgesetzt haben in der ersten Stunde, das hat mich beeindruckt.“

In der ersten Stunde wohlgemerkt. Sogar noch etwas länger. Wie schon beim 2:3 in Köln aber verlor seine Mannschaft vorübergehend die Schärfe, die Konzentration, die Konsequenz und wurde für diese Nachlässigkeiten hart bestraft. „Das haben wir wieder gnadenlos mit auf den Weg bekommen.“ Eine Schlüsselszene aber, die im Grunde das Kippen des Spiels einläutete, brachte Ilzer in Wallung und rief großes Unverständnis hervor bei dem 48-Jährigen.

„Vor dem 2:1 war es ein ganz klares Foul von Svensson an Wimmer. Er steigt ihm auf die Achillessehne, das ist unstrittig“, so Ilzer. Doch der fällige Pfiff blieb aus. Offensichtlich hatte Schiedsrichter Dr. Matthias Jöllenbeck die etwas abseits des Spielgeschehens geführte Attacke des Dortmunder im Eifer des Gefechts gar nicht wahrgenommen. Aber auch nachdem wenige Sekunden später Guirassy zum 1:2 verkürzt hatte, befand das Schiedsrichterteam nach Prüfung der Bilder den Vorfall als nicht relevant genug, um den Treffer zurückzunehmen und Wimmer den schlüssigen Freistoß zu gewähren. Wohl aufgrund einer Mischung aus nicht klar genug und zu weit weg vom Spielgeschehen.

„Die beste Abwehr der vergangenen Saison musst du erst mal vor solche Probleme stellen.“

Das kann Ilzer nachvollziehbar nicht nachvollziehen. „Er war nicht spielbeteiligt“, habe der Coach erfahren und urteilt selbst: „Das ist mangelndes Fußballverständnis.“ Ilzer erläutert die Szene aus seiner Sicht: „Leon Avdullahu schaut in die gegnerische Hälfte, sieht, Wimmer wird gefoult, die Option stirbt ihm weg, er dreht um, dann wird ihm der Ball abgejagt. Nur aufgrund dieses Fouls dreht er ab, ihm wurde eine Offensivoption genommen“, so Ilzer, „zudem hört Mats Rots auf zu spielen und reklamiert Foul. Das darf natürlich auch nicht sein.“

Dennoch hatte die Szene sehr wohl Einfluss auf das Spielgeschehen genommen. Dem abdrehenden Avdullahu hatte Waldemar Anton den Ball stibitzt, auf Guirassy weitergeleitet, der den Ball zum 1:2 ins Netz schaufelte. Sofort bildete sich eine Protesttraube um Jöllenbeck, Kapitän Oliver Baumann, Albian Hajdari oder auch Wouter Burger reklamierten das Vergehen in der Entstehung des Gegentores – alle vergeblich, der Niederländer war sogar noch verwarnt worden.

Grundsätzlich aber „brauchen nicht über den Schiedsrichter reden, das bringt uns nicht weiter“, erklärte Ilzer, „wir haben 2:0 geführt und hätten das dritte Tor machen müssen. Und weiter konsequent verteidigen. Und nicht nachlassen. Auch beim zweiten Gegentor waren wir nicht so konsequent an Guirassy dran.“

Dennoch erkannte Ilzer klare Unterschiede zwischen den beiden ziemlich ähnlich verlaufenen Spielverläufen der Pleiten in Köln und gegen Dortmund. „In Köln haben wir uns zu sehr auf Spielkontrolle konzentriert und waren nicht mehr aktiv genug. Das haben wir gegen Dortmund besser gemacht. Die beste Abwehr der vergangenen Saison musst du erst mal vor solche Probleme stellen. Ich habe viel mehr Gutes als Schlechtes gesehen.“ Nach der harten Kritik nach der ersten Partie „müssen wir nun viel bestätigen und bestärken. Es dürfen keine Zweifel aufkommen, denn das Leitungslevel ist extrem dicht. Irgendwann müssen wir uns wieder Ergebnisse holen, denn die braucht jedes Team und das stabilisiert uns als Gruppe“.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Neue Wettanbieter
Prestige

BESITZER: Aurevia IT Group
LIZENZ: Curacao

SpinEmpire

JAHRESUMSATZ: 10.000.000€
BESITZER: GBL Solutions N.V.
LIZENZ: Curacao

SpinBetter

JAHRESUMSATZ: 20.000.000€
BESITZER: Sprut Group B.V.
LIZENZ: Curacao

Betista

JAHRESUMSATZ: 1.000.000€
BESITZER: Liernin Enterprises LTD
LIZENZ: Komoren (Anjouan)

QuickWin

JAHRESUMSATZ: 1.000.000€
BESITZER: Liernin Enterprises LTD
LIZENZ: Komoren (Anjouan)