Nach sechs Bundesliga-Vereinen und über 350 Spielen im deutschen Oberhaus ist Schluss: Kevin Vogt beendet seine aktive Karriere. Bis zum Saisonende steht er beim VfL Bochum unter Vertrag.
Aktuell noch in Bochum unter Vertrag
Kevin Vogt macht Schluss. Der 34-Jährige wird seinen laufenden Vertrag beim VfL Bochum zum Saisonende auflösen und dann damit seine aktive Karriere beenden. Der gebürtige Wittener begründet den Schritt mit „gesundheitlichen und verletzungsbedingten Gründen“, wie es in einer Mitteilung des Zweitligisten heißt.
Vogt lief in der Bundesliga für sechs Vereine auf (nur bei Sebastian Polter und Michael Spies waren es mehr Klubs im Oberhaus; je 7) und bestritt über 350 Spiele. In der laufenden Saison kam er zu neun Einsätzen, seit Ende September bestritt er nur noch zwei Punktspiele.
„Diese Entscheidung fällt mir unglaublich schwer. Fußball war mein Leben, seit ich denken kann“, wird Vogt in einer Mitteilung des Revierklubs zitiert. „Mein Körper hat mir in den vergangenen Monaten aber deutlich gezeigt, dass es nicht mehr so weitergeht, wie ich es mir wünsche.“
Längste und erfolgreichste Zeit bei der TSG Hoffenheim
Vogt hatte einst beim VfL Bochum mehrere Jugendmannschaften durchlaufen. In der Saison 2008/09 schaffte er dann seinen Durchbruch bei den Profis und kam zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz, als ihn Marcel Koller gegen Borussia Dortmund einwechselte (0:2). 2012 ging er vom inzwischen in der 2. Liga spielenden VfL zum Bundesligisten Augsburg und etablierte sich schnell als Stammkraft. 2014 zog es ihn nach Köln, ehe der ehemalige Junioren-Nationalspieler 2016 in Hoffenheim aufschlug.
Für die TSG bestritt er die mit Abstand meisten Pflichtspiele seiner Karriere, lief unter anderem in der Champions und Europa League auf. 2022 und 2024 notierte ihn der kicker jeweils in die Winter-Rangliste unter Nationale Klasse. Im Kraichgau blieb Vogt – abgesehen von einer Ausleihe in der Corona-Rückrunde 2019/20 nach Bremen – acht Jahre. Nach einer Saison bei Union Berlin – dort stellte er den Rekord von 275 zusammenhängenden Bundesliga-Spielen ohne Tor auf – kehrte er 2025 schließlich nach Bochum zurück.
Vogt über Bochum: „Dieser Verein wird immer ein Teil von mir bleiben“
„Der VfL war immer etwas Besonderes. Hier bin ich groß geworden, hier durfte ich Profi werden, hier durfte ich am Ende noch einmal nach Hause kommen“, sagt Vogt. „Ich bin dankbar für alles, was ich erleben durfte. Für die Vereine, die Mitspieler, Trainer, Fans und vor allem für den VfL Bochum. Dieser Verein wird immer ein Teil von mir bleiben.“
In den vergangenen Monaten hatte Vogt mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Anfänglich noch als Stammkraft gesetzt, fiel er ab Ende September mehrere Monate wegen einer Knieverletzung aus. Mitte Februar stand er erstmals wieder im Kader und wurde im März und April jeweils einmal eingewechselt.
„Kevin war jederzeit – gerade auch in dieser schwierigen Phase nach seiner Rückkehr – hochprofessionell. Nicht nur auf dem Platz, sondern auch daneben hat er Verantwortung übernommen und klare Haltung gezeigt. In jeder einzelnen Situation war spürbar, wie viel ihm der Verein bedeutet. Seine außergewöhnliche Karriere nötigt mir persönlich und uns als Verein höchsten Respekt ab“, sagt Bochum Direktor Lizenzfußball, Simon Zoller.

