Augsburg lüftet Verletzungs-Geheimnis um Kade

Auch beim Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen fehlt Anton Kade (22) im Kader des FC Augsburg. Nun ist aber immerhin klar, warum der Senkrechtstarter pausieren muss – und wie es weitergeht.

Auch gegen Leverkusen nicht im Kader

Am 1. Spieltag begeisterte Anton Kade mit einem Tor und einer Vorlage beim 3:0 über Schalke 04, zuvor hatte er bereits beim Erstrundenspiel des FCA im DFB-Pokal bei Energie Cottbus getroffen. Dann aber wurde der Höhenflug des 22-Jährigen jäh gestoppt. Einige Tage nach seiner Gala-Vorstellung musste der variable Offensivspieler das FCA-Training abbrechen, fehlte daraufhin beim 4:1 in Frankfurt. Um die genaue Diagnose machten die Augsburger Verantwortlichen aber ein Geheimnis – bis jetzt.

Kurz vor dem Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen teilte der Bundesliga-Tabellenführer mit, dass Kade einen Muskelbündelriss erlitten hat und daher auch gegen die Rheinländer nicht im Kader steht. Zuletzt war die Rede von muskulären Problemen gewesen. Bei der Pressekonferenz am Donnerstag hatte FCA-Coach Manuel Baum noch gesagt, dass Kade bislang noch nicht trainiert hatte, aber keine Schmerzen mehr habe. Einen Einsatz gegen Leverkusen hatte er da noch offen gelassen.

Allerdings stand zu dem Zeitpunkt noch eine weitere Untersuchung an: „Er war jetzt gerade beim Doc. Da bekommen wir noch die Info, wie es aussieht.“ Offenbar hat die Untersuchung nun die Diagnose zu Tage gefördert. Wie Sportdirektor Benjamin Weber vor der Partie bei Sky erklärte, ist die Verletzung aber nicht so schlimm, wie es die Diagnose vermuten lasse: „Es gibt bei Muskelverletzungen verschiedene Gradstufen. Es ist erstmal nicht so dramatisch langfristig gesehen.“

Kade selbst sagte in der Halbzeit der Partie, es gehe ihm „körperlich okay, ich habe keine Schmerzen mehr. Aber als ich die Diagnose gehört habe, war ich sehr traurig und bin es immer noch.“ Er habe „nach dem Schalke-Spiel schon gemerkt, dass ich viel Spannung auf dem Muskel habe. Das habe ich aber öfter. Ich habe dann trotzdem trainiert und einen blöden Schritt gemacht, der war es dann wahrscheinlich auch.“

„Eine Verletzung, die man nicht unterschätzen sollte“

Die Trainingsbelastung solle nun laut FCA „von Tag zu Tag“ bewertet werden. Allerdings gibt es Licht am Ende des Tunnels: Nach dem Leverkusen-Spiel soll Kade zumindest wieder ins individuelle Training einsteigen. Wann der gebürtige Berliner dem FCA wieder zur Verfügung steht, ist aber nicht klar.

Kade gab sich nicht ganz so optimistisch wie Sportdirektor Weber. Er hoffe zwar auf eine zeitnahe Rückkehr, „aber ich weiß es noch nicht“, erklärte er. „Ich habe jetzt bald das nächste Kontroll-MRT. Es ist eine Verletzung, die man nicht unterschätzen sollte. Das nehme ich auch ernst. Ich werde mir die Zeit nehmen, die ich brauche.“

Fraglich ist auch, ob die Verletzung Kade womöglich die erste Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft kosten könnte. Am Donnerstag verkündet der neue Bundestrainer Jürgen Klopp seinen ersten Kader für die vier Nations-League-Spiele Ende September und Anfang Oktober. Kade hatte sich bereits in der vergangenen Saison ins Blickfeld der Nationalmannschaft gespielt und galt nach seinem starken Saisonstart als Kandidat für eine Nominierungspremiere. Er habe allerdings vom Bundestrainer „nichts gehört“, sagte Kade am Samstag.

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