Träume, Vertrauen und Perspektiven: Thiounes „Riesenmöglichkeit“ bei Werder

Daniel Thioune würde bei Klassenerhalt Werder-Trainer bleiben. Trotz dieses vorrangigen Ziels hat auch er selbst schon die Zeit danach im Kopf.

„Wir sind im Fortschritt“

Stift und Zettel waren nicht mehr vonnöten am Mittwochabend, den Daniel Thioune natürlich am TV-Gerät verbracht hat: Den DFB-Pokal-Finaleinzug des kommenden Bundesliga-Gegners verfolgte der Werder-Coach „mit dem einen Auge“ auf den VfB Stuttgart: „Und mit dem anderen Auge habe ich mir ein Pokal-Halbfinale angeschaut.“

Wenn der 51-Jährige erst zur Wochenmitte „angefangen hätte, mich mit dem Gegner zu beschäftigen“, betonte er, „dann hätte ich, glaube ich, auch nicht vernünftig in den letzten Tagen gearbeitet“.

Und doch konnte Thioune auch bei dieser „Spätschicht“, die „fast eine Nachtschicht“ wurde, viele erwähnte Qualitäten jener Mannschaft ausmachen, bei der er am Sonntagnachmittag (15.30 Uhr, LIVE! beim kicker) mit seiner eigenen antreten wird.

Thioune: „Es hilft ja erst mal nicht“

Zudem befand der Bremer Trainer: „Ich glaube, alle in Stuttgart werden euphorisiert sein.“ Zum zweiten Mal in Serie ist der VfB ins Pokalfinale eingezogen, gehört in dieser Saison wieder mal erwiesenermaßen zu den Topteams in Deutschland – nachdem der Klub seine Erstligazugehörigkeit noch in der Saison 2022/23 ja erst in der Relegation sichern konnte.

Noch gar nicht so lange her. Fragt man sich als Trainer eines anderen Traditionsvereins an solchen Abenden vorm Fernseher da nicht manchmal, ob eine ähnliche Entwicklung auch in Bremen möglich wäre?

Angesichts der aktuell weiterhin abstiegsbedrohten Lage des SV Werder findet Thioune, dass sich aktuell „alles verbietet“, was an dem vorrangigen Ziel Klassenerhalt vorbeizielt: „Also Träumen ist erlaubt, aber es hilft ja erst mal nicht“, so der Coach weiter: „Und wenn der Weg dann irgendwann mal so wie bei den Stuttgartern ist, dann würde ich mich dagegen auch nicht wehren.“

Die Vertrauensfrage bei Werder

Erst einmal geht es Thioune ja überhaupt darum, dass dieser Bremer Weg weiter in der Bundesliga eingeschlagen wird – und dann ja auch mit ihm selbst an der Seitenlinie. Sportchef Clemens Fritz hatte ihm unter der Woche via kicker eine Jobgarantie im Nicht-Abstiegs-Fall ausgesprochen, nachdem mit drei Niederlagen zum Start des neuen Trainers auch durchaus Kritik vernehmbar gewesen war.

„Man redet dann ja immer gerne über Vertrauen, aber es war nicht so, dass ich schon nach drei Spielen das Gefühl hatte, dass man mir das Vertrauen entzieht“, sagte Thioune nun dazu: „Zumindest nicht von meinen unmittelbaren Vorgesetzten.“

Auch aus der Werder-Führungsetage sei dem Coach ja signalisiert worden, dass eine Positiv-Entwicklung ein „bisschen länger“ auf sich warten lassen könnte, weil der Klub im Sommer die Entscheidung getroffen habe, „dass es eine schwierige Saison werden kann“. Die wurde es bekanntlich – inklusive jenem Trainerwechsel von Horst Steffen zu Thioune.

Thioune denkt an „andere Tabellenkonstellationen“

Und einem mittlerweile eingesetzten Aufschwung, der auch punktemäßig vernehmbar ist. „Wir sind im Fortschritt“, betonte Thioune und ließ durchblicken, dass er zwar keine VfB-Stuttgart-Fantasien, aber eben dann doch schon weitere Perspektiven für Werder im Kopf hat als lediglich den Abstiegskampf.

Er sprach von einer „Riesenmöglichkeit, mir die Chance zu geben, wenn wir unser Ziel erreichen“, so Thioune – und „dass man sich mit einer Sommer-Vorbereitung dann vielleicht auch Gedanken machen kann über eine andere Tabellenkonstellation, in der man sich aktuell bewegt“.

Zurzeit ist das beileibe noch nicht der Fall. Auch nach dem befreienden 3:1-Nordderby-Erlebnis rangiert Werder auf Platz 15 weiterhin arg bedroht. „Der Druck ist nicht geringer geworden“, erinnerte auch der Coach, „sondern der Druck ist einfach anhaltend“.

„Ich habe eine Idee, wie das Ganze funktioniert“

Die Worte von Fritz jedenfalls griff auch Thioune noch mal auf: „Ich glaube, dass ich schon eine Idee habe, wie das Ganze funktionieren kann, dass ich auch einen Impact auf das Team habe: inhaltlich wie vielleicht auch menschlich.“ Werder sei demnach „auf einem guten Weg“, betonte er: „Aber der Weg ist noch nicht zu Ende.“

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