Aus Berlin fährt der 1. FC Köln mit gemischten Gefühlen nach Hause: Agiert die Mannschaft sicher und stabil, oder harmlos und zaghaft? Die Antwort auf diese Frage wird erst wohl in einigen Wochen zu sehen sein.
Kein Trainingslager im Winter
Drei Gegentore in fünf Pflichtspielen, dabei nur eine Niederlage: Die jüngste Bilanz des 1. FC Köln kann man positiv interpretieren. Es geht aber auch andersrum: Dann sind drei Tore in den jüngsten vier Bundesliga-Partien in der Statistik abzulesen, nur unterbrochen vom furiosen 5:0 im Pokal gegen Union Berlin. Nur zwei Siege gab es in acht Saisonspielen. Ob das für den Klassenerhalt reicht?
Im Advent geht es gegen Gegner auf Augenhöhe
Mit Platz 13 in der Tabelle wäre der FC am Ende wohl zufrieden, aber: Die richtig schwierigen Aufgaben stehen erst noch an. Am kommenden Sonntag steht das Heim-Duell mit Bayer Leverkusen an, anschließend geht es nach der Länderspielpause zum FC Bayern. Spiele, in denen der FC als klarer Außenseiter alles andere als in der Pflicht steht.
Anders ist es in der Adventszeit: Dann stehen für das Team von Trainer René Wagner das Heim-Duell mit Aufsteiger Elversberg, die Pokal-Partie bei Zweitligist Holstein Kiel, das Spiel beim FC Augsburg und die Fahrt zum 1. FSV Mainz 05 an. Ein heißer Endspurt gegen Gegner auf Augenhöhe. Ein Jahresabschluss, der die Geißböcke in eine versöhnliche Weihnachtszeit entlassen könnte – oder bei Misserfolgen am Geißbockheim erneut eine Krise auslösen könnte.
Ein Winter-Trainingslager zwischen Neujahr und dem Jahresauftakt am ersten Januarwochenende ist derweil übrigens nicht geplant. Die Verantwortlichen schätzen die wenigen dafür infrage kommenden Tage als zu wenig für eine Reise etwa nach Spanien ein, wo sich Köln im vergangenen Jahr vorbereitete.
Stattdessen wird der FC daheim überwintern. Der defensive Grundstein für den Spätherbst ist jedenfalls gelegt. Nun geht es auch um die offensive Durchschlagskraft. Da passt es gut, dass Mittelstürmer Ragnar Ache bald wieder zur Verfügung stehen dürfte.

