Die Nusa-Hausse – endlich auch in der Champions League?

Antonio Nusa ist drauf und dran, für RB Leipzig zum Unterschiedspieler zu werden. Doch jetzt geht es für den Norweger gegen Manchester City darum, seinen Wert auch auf der internationalen Bühne zu bestätigen.

International steht noch die Null

Es gab drei Kandidaten, aber keine festgelegte Reihenfolge. Und deshalb folgte nach dem ungeschickten Einsteigen von Satoshi Tanaka gegen Romulo ein Wortwechsel zwischen dem gefoulten Brasilianer, Kapitän David Raum und Antonio Nusa, wer denn nun den ersten zugesprochenen Elfmeter dieser Saison für RB Leipzig schießen darf. Der Norweger habe „bestimmt viermal I shoot, I shoot, I shoot gesagt“, berichtete Raum später über die Entscheidungsfindung, deshalb habe er ihm den Ball überlassen. Nusa hämmerte den Ball so präzise und scharf ins linke Eck, dass Schalkes Keeper Loris Karius die Richtung zwar ahnte, aber dennoch chancenlos war.

Für Nusa war es der erste Elfmeter seiner Profikarriere, für Norwegens U-17 verwandelte er vor fünf Jahren mal einen Strafstoß in der EM-Qualifikation gegen Luxemburg. „Ich möchte in dieser Saison Elfmeter schießen, ich spüre und mag den Lärm im Stadion vor der Ausführung“, beschrieb er diese 37. Minute in der Schalker Veltins-Arena, „und es ist für mich eine gute Gelegenheit, vorzutreten und die Verantwortung zu übernehmen“.

Nusa jetzt schon erfolgreicher als in der Vorsaison

Das gelingt dem 21-jährigen Flügelstürmer in dieser Saison ausgesprochen nachhaltig. Am Samstag war er einmal mehr bester Mann auf dem Platz und mit dem Zuspiel auf Romulo auch am 2:0-Endstand maßgeblich beteiligt. Mit vier Toren und sechs Vorlagen ist er neben Patrik Schick (7/3) zweitbester Scorer der Liga hinter Michael Olise (6/5) und hat schon nach dem achten Spieltag seine Bilanz aus der Vorsaison übertroffen. Da kam er in 31 Spielen auf vier Tore und drei Assists.

Im Gegensatz zur vergangenen Spielzeit gelingt es ihm nun viel häufiger, seine Dribblings zu einem entscheidenden Anschluss und damit Aufwand und Ertrag in Einklang zu bringen. So auch am vergangenen Dienstag im Pokalspiel bei Rot-Weiss Essen (2:1), als er nach gut einer Stunde ran durfte und sogleich das 1:1 durch den gleichfalls eingewechselten Christoph Baumgartner für die in Unterzahl geratenen Leipziger vorbereitete.

Rührt Nusa nun auf der größten Bühne die Werbetrommel?

In seinem dritten Jahr ist der für 21 Millionen Euro von Club Brügge geholte Norweger drauf und dran, zum Unterschiedspieler zu werden, und RB profitiert mit jedem Scorerpunkt von der Nusa-Hausse. Bei anhaltender Entwicklung wird der Linksaußen über den Sommer hinaus kaum mehr zu halten sein. Doch da der bis 2029 datierte Vertrag nach kicker-Informationen keine Ausstiegsklausel beinhaltet, winkt RB eine Top-Rendite jenseits der 50-Millionen-Marke.

Am Mittwoch hat Nusa die Gelegenheit, auf der großen Bühne für sich zu werben, wenn RB in der heimischen Arena Manchester City (Mittwoch, 21 Uhr, LIVE! bei kicker) empfängt. Es ist sein zwölftes Champions-League-Spiel für RB Leipzig, und anders als in der Bundesliga hat er auf dem internationalen Parkett seine Qualitäten noch nicht unter Beweis gestellt und noch keinen einzigen Scorerpunkt gesammelt.

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