Andreas Schicker hat seinen Vertrag als Sport-Geschäftsführer der TSG Hoffenheim „langfristig“ verlängert. Mit Daniel Förderer kommt ab diesem Mittwoch ein neuer Geschäftsführer hinzu.
Förderer rückt auf
Gleich nach der Neuwahl des Vereinsvorsitzes Anfang März hatte die neue Führungsebene der TSG Hoffenheim mit den Schlagworten „Ruhe“ und „Kontinuität“ die Marschroute ausgegeben nach den turbulenten Zeiten, die die Führungsebene der Kraichgauer zerfleddert hatte und beinahe vollständig weggefegt hätte.
Hopps Sonderlob für Schicker
Nun schaffen die Gesellschafter neue Fakten und stellen die Weichen auf Kontinuität. Am Mittwoch gab der Bundesligist die vorzeitige Vertragsverlängerung von Andreas Schicker bekannt. Der 39-Jährige, dessen Kontrakt ohnehin noch bis 2029 datiert war, bindet sich damit demonstrativ langfristig wohl für weitere fünf Jahre an die TSG und steigt damit endgültig zum mächtigen Mann im sportlichen Bereich in Hoffenheim auf.
„Andi hat in den vergangenen Monaten entscheidende Impulse gesetzt und unsere sportliche Entwicklung mit großer Klarheit und Konsequenz vorangetrieben. Gleichzeitig hat er den Klub in herausfordernden Zeiten als alleiniger Geschäftsführer auf Kurs gehalten“, erläutert Hoffenheims Gesellschafter und Mäzen Dietmar Hopp, „seine Verlängerung ist ein Garant für Stabilität und unsere gemeinsamen Ambitionen.“
Förderer stammt aus dem SAP-Kosmos
Zudem wurde Schicker als Entlastung mit sofortiger Wirkung ein zweiter Geschäftsführer an die Seite gestellt: Daniel Förderer übernimmt als zweiter Geschäftsführer den kaufmännischen Bereich sowie die Felder Marketing, Vertrieb und Digitales. Der 46-Jährige verfüge über mehr als 20 Jahre Erfahrung im internationalen Umfeld der SAP, ließ der Klub wissen, zudem war Förderer seit Februar 2026 als externer Berater bei der TSG tätig.
„Mit Daniel holen wir uns gezielt wirtschaftliche Kompetenz in die Geschäftsführung, um die Strukturen des Klubs weiter zu professionalisieren“, versichert der Vereinsvorsitzende André Kreuzwieser, „seine Stärke liegt darin, Organisationen nachhaltig leistungsfähiger zu machen. Damit wird er maßgeblich zur Effizienz bei uns beitragen.“ Für den neuen Finanzboss steht die TSG für „einen modernen, innovativen und nachhaltigen Ansatz im Profifußball. Ich freue mich sehr darauf, meine Erfahrung einzubringen und gemeinsam mit dem Team die nächsten Entwicklungsschritte zu gestalten“, so Förderer.
Damit zieht Hoffenheim auch formal einen Schlussstrich unter die Turbulenzen und Zerwürfnisse der vergangenen Monate. Die hatten die vormaligen Geschäftsführer Dr. Markus Schütz, Frank Briel (beide freigestellt) und Tim Jost ihre Jobs gekostet. Auch der frühere Vereinsvorsitzende Jörg Albrecht und dessen vorübergehender Vertreter Christoph Henssler hatten sich zurückgezogen.
Nun soll die TSG, die noch um einen Startplatz in der Champions League kämpft, aber ihre fünfte Europacupteilnahme bereits sicher hat, in dieser Konstellation in eine ruhigere Zukunft geführt werden.

