Das Rätsel um Campbell

Gegen seinen Stammverein Borussia Dortmund schaffte es Hoffenheims Cole Campbell immerhin in den Kader, dennoch blieb der US-Amerikaner Zuschauer. Wie geht es weiter? Was denkt Trainer Christian Ilzer?

Was wird aus Dortmunds Leihspieler?

Mehr als die üblichen Smalltalks am Rande der Bande waren auch gegen Dortmund nicht drin für Cole Campbell. Hoffenheims Leihspieler des BVB hatte es gegen seinen Stammverein immerhin mal wieder ins Spieltagsaufgebot geschafft, ein Einsatz aber blieb dem im Winter zur TSG gelotsten Stürmer erneut versagt. Immerhin durfte Campbell den wichtigen 2:1-Sieg der Kraichgauer gegen die Borussen aus nächster Nähe verfolgen.

„Cole hatte einen denkbar schlechten Start.“ (Christian Ilzer)

Erst zum siebten Mal stand er US-Boy im TSG-Kader, mehr als zwei Einwechslungen in den Schlussphasen gegen den FC St. Pauli (0:1) und bei RB Leipzig (0:5) waren nicht drin. Deutlich zu wenig, um von einer gelungenen Leihe zu sprechen, allerdings stand dieser Transfer nicht eben unter einem günstigen Stern.

„Cole hatte einen denkbar schlechten Start und war die ersten sechs Wochen verletzt“, erinnert Trainer Christian Ilzer an Campbells Wadenverletzung zur Unzeit, „und wenn du neu in eine Mannschaft kommst, gerade auch in einer Phase des laufenden Meisterschaftsbetriebs, dann ist das nicht so einfach für den Spieler, aber auch für mich als Trainer oder für unser Trainer-Team.“

Gleich Anfang Januar hatte Hoffenheim sich den sprintstarken Flügelflitzer von Dortmund geborgt, Campbell war direkt im Trainingslager im spanischen Girona zu den neuen Kollegen gestoßen. Doch eine gute Woche später musste der 20-Jährige bereits einen herben Rückschlag verkraften und wegen einer Blessur am Sprunggelenk wochenlang pausieren.

Und als er wieder fit war, durchlief die TSG ihre problematische Phase, in der Ilzer und seine Truppe etwas aus der Balance gerieten und in eine Ergebniskrise rutschte. Immerhin in Hoffenheims 2. Mannschaft in der 3. Liga konnte Campbell im März unspektakulär etwas Spielpraxis sammeln. „Eine Phase, in der man versucht, über die zweite Mannschaft, über ein Testspiel in der Länderspielpause wichtige Spielzeit zu geben“, erklärt Ilzer, „er hat das super angenommen, er wird wirklich von Training zu Training stärker.“

Campbell soll den Abgang von Touré kompensieren helfen

Doch noch immer befindet sich Verhältnis sozusagen in der Datingphase. „Ich lerne Cole jetzt immer besser kennen“, versichert Ilzer, „er hat extreme Qualität im Eins-gegen-eins, er ist unglaublich dynamisch. Jetzt müssen wir mit ihm noch einen Schritt machen im kollektiven Spiel, aber ich kriege immer bessere Fantasien, wie und in welcher Form wir uns helfen können. Und ich habe das Gefühl, dass uns Cole schon jetzt in den letzten Spielen noch helfen kann.“

Die Öffentlichkeit hat sich noch kein scharfes Bild machen können von dem US-Boy, der sich eigentlich über Einsätze in Hoffenheim nicht nur für eine feste Verpflichtung, sondern auch noch für eine Nominierung ins WM-Team seines Landes hatte anbieten wollen. Bis zum Winter hatte er auch in Dortmund nur einen Kurzeinsatz beim 2:0-Sieg in Heidenheim verbucht. Beim BVB, für den das Talent bereits seit der U 17 kickt, dürfte der Dribbler angesichts der enormen Konkurrenz keine realistische Zukunft haben.

Hoffenheims Plan war, das halbe Jahr zu nutzen, um den Spieler und seine Qualitäten kennenzulernen und auszuloten, ob er ab Sommer geeignet wäre, den mutmaßlichen Abgang der gleichaltrigen Stammkraft Bazoumana Touré aufzufangen und der TSG zumindest Tempo und Tiefgang zu erhalten. Mal sehen, ob Campbell sich in der Saisonschlussphase noch nennenswert zeigen darf.

„Für sein junges Alter bringt er schon viel Persönlichkeit mit, er hat immer einen guten und sehr sachlichen Austausch mit mir“, versichert Ilzer, „und wenn er so weitermacht, mache ich mir über seine Karriere überhaupt keine Sorgen. Er bringt sehr viele Qualitäten mit, die man einfach in jeder Mannschaft absolut brauchen kann.“ Ob das dauerhaft die TSG Hoffenheim sein wird, lasst der Österreicher offen.

Nach kicker-Informationen hatte sich Sport-Geschäftsführer Andreas Schicker eine Kaufoption gesichert, die bei sieben Millionen Euro plus Boni liegen soll für den noch bis 2028 an Dortmund gebundenen Campbell. Eine stolze Summe nach dieser für das Talent bislang ernüchternden Saison. Es bleibt abzuwarten, ob die Hoffenheimer Kaderplaner Preis und Perspektive in diesem Fall auf einen Nenner bekommen. Sollte Touré tatsächlich im Sommer verkauft werden, erhoffen sich die TSG-Bosse einen satten Transfererlös – aber noch ist der Ivorer da.

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