Leverkusens Top-Talent Kennet Eichhorn hat nach seiner Stoffwechselstörung den nächsten Schritt zu seinem Comeback gemacht. Am Montag absolvierte der 17-Jährige seine erste individuelle Einheit.
Bayers Top-Talent wieder in Leverkusen
Es ist der erste Schritt zurück. Am Montag ist Kennet Eichhorn erstmals nach seiner Stoffwechselerkrankung wieder auf den Trainingsplatz am Rande der BayArena zurückgekehrt. Der heute 17-Jährige, der im Sommer für neun Millionen Euro Ablöse von Hertha BSC aus der Hauptstadt nach Leverkusen gewechselt war, absolvierte eine erste individuelle Einheit.
Eichhorn, der bereits beim Leverkusener Trainingsauftakt Mitte Juli aus gesundheitlichen Gründen nicht dabei sein konnte und Anfang August wegen einer Stoffwechselstörung zur stationären Behandlung eine Spezialklinik aufgesucht hatte, wird nach Klub-Angaben „ab sofort“ die sportliche Aufbauarbeit in Leverkusen fortsetzen. Zuvor hatte der deutsche U-Nationalspieler nicht vor Ort an seinem Comeback gearbeitet.
Eichhorn liegt im internen Zeitplan
„Wir freuen uns sehr, dass Kennet wieder hier ist und individuell auf dem Platz arbeiten kann“, ließ der für den Sport verantwortliche Geschäftsführer Simon Rolfes verlauten. Mit Eichhorns Rückkehr liegen alle Beteiligten im internen Zeitplan. Hatte der kicker doch Mitte Oktober exklusiv berichtet, dass der defensive Mittelfeldspieler noch in diesem Kalenderjahr nicht nur wieder das Training aufnehmen soll, sondern selbst sogar Ambitionen hat, nach vor Weihnachten erstmals für den Werksklub zu spielen. Wozu eine Rückkehr auf den Trainingsplatz Anfang November notwendig wäre.
Ob dieser Plan umsetzbar ist, bleibt weiterhin offen. Schließlich hatte Eichhorn, der schnell mehrere Kilogramm Körpermasse verloren hatte, einen enormen Substanzverlust hinnehmen müssen. Da es kaum Erfahrungswerte gibt, wie schnell ein so junger Spieler nach solch einer Erkrankung wieder voll leistungsfähig ist, hält sich der Bundesligist komplett zurück, was irgendwelche Prognosen hinsichtlich eines Comebacks betrifft.
„Ein konkretes Zeitfenster für eine Rückkehr ins Mannschaftstraining gibt es zurzeit nicht.“ (Simon Rolfes)
„Wir werden seinen Aufbau Schritt für Schritt unterstützen und intensiv begleiten“, sagt Rolfes, der aber weiterhin bei der Klub-Linie bleibt, keinerlei Druck auf den Teenager aufzubauen. So betont der 44-jährige Ex-Profi: „Ein konkretes Zeitfenster für eine Rückkehr ins Mannschaftstraining gibt es zurzeit nicht.“ Zumindest öffentlich lässt Bayer 04 also den Termin für die angestrebte Rückkehr offen.

